Mehrere Händler haben innerhalb weniger Tage Spielzeugprodukte wegen des Verdachts auf Asbestbelastung zurückgerufen. Betroffen sind Baby- und Kinderspielzeuge, die unter anderem bei Aldi Süd und Action verkauft wurden. Auch die Warenhauskette Hema hat vorsorglich Produkte aus dem Sortiment genommen.
Hintergrund ist eine Mitteilung des in Dublin ansässigen Herstellers Vulcan Consulting über das Portal lebensmittelwarnung.de. Demnach könne die Füllung einzelner Figuren Spuren von Asbest enthalten. Sollte ein Produkt beschädigt werden, könnten Fasern austreten und ein potenzielles Gesundheitsrisiko darstellen.
Welche Produkte sind betroffen?
Aldi Süd
Bei Aldi Süd betrifft der Rückruf die Produkte:
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„Stretcherz Electro Squad“ (Viererpack)
EAN: 5050835011240 -
„Stretcherz Skull Squad“ (Viererpack)
EAN: 5050835030340
Die Artikel wurden in Bayern, Baden-Württemberg, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und im Saarland verkauft.
Aldi Süd fordert Kundinnen und Kunden auf, die Figuren nicht weiter zu verwenden und in einer Filiale zurückzugeben. Der Kaufpreis wird vollständig erstattet – ein Kassenbon ist nicht erforderlich.
Action
Beim Discounter Action sind die „Stretch Squad“-Figuren betroffen – sowohl einzeln als auch im Viererpack. Die Liste umfasst zahlreiche EAN-Nummern, darunter:
5014761014713
5014761015802
5014761015819
5050837662419
5014761016779
5014761016786
5014761016793
5014761016809
5014761016892
5014761016908
5014761016915
5014761016922
5014761016816
5014761016823
5014761016830
5014761016847
5014761016854
5014761016861
5014761016878
5014761016885
Die Produkte wurden bundesweit verkauft. Auch hier gilt: nicht weiter verwenden und in einer beliebigen Filiale zurückgeben. Der Kaufpreis wird ohne Vorlage eines Belegs erstattet.
Auch Hema ruft Produkte zurück
Die Handelskette Hema hat aus ähnlichem Grund verschiedene Spiel- und Bastelsandprodukte aus dem Verkauf genommen. Auch hier besteht der Verdacht, dass Materialbestandteile mit Asbest belastet sein könnten.
Warum ist Asbest problematisch?
Asbestfasern gelten als hochgefährlich, wenn sie eingeatmet werden. Sie können schwere Lungenerkrankungen und Krebs verursachen. Besonders kritisch ist die Gefahr bei Produkten, die beschädigt werden können – etwa bei dehnbaren Figuren, deren Füllmaterial bei Rissen freigesetzt werden könnte.
Bei intakten Produkten besteht nach bisherigen Angaben kein akutes Risiko. Dennoch empfehlen die Händler aus Vorsichtsgründen dringend, die betroffenen Artikel nicht weiter zu nutzen.
Was Verbraucher jetzt tun sollten
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Prüfen Sie die EAN-Nummer auf der Verpackung.
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Verwenden Sie die betroffenen Produkte nicht weiter.
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Bringen Sie die Ware in eine Filiale zurück.
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Eine Erstattung erfolgt auch ohne Kassenbon.
Eltern sollten insbesondere darauf achten, beschädigte oder aufgerissene Spielzeuge nicht weiter im Haushalt zu behalten.
Fazit
Die aktuellen Rückrufe zeigen, wie sensibel der Markt für Kinderspielzeug ist – vor allem wenn es um mögliche Schadstoffbelastungen geht. Händler reagieren mit umfassenden Rücknahmeaktionen. Für Verbraucherinnen und Verbraucher ist wichtig, Ruhe zu bewahren, betroffene Produkte zu identifizieren und konsequent zurückzugeben.