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Stabilitätsorientierter Rentenfonds mit moderatem Renditebeitrag aus Aktien

geralt (CC0), Pixabay

1. Überblick und Einordnung

Der Allianz Fondsvorsorge 1947–1951 ist ein defensiv ausgerichteter Mischfonds im Rahmen von Riester-Verträgen. Die strategische Ausrichtung ist klar sicherheitsorientiert: Schwerpunkt auf Euro-Anleihen mit begrenzter Aktienbeimischung.

Zum 30.09.2025 betrug das Fondsvermögen 14,07 Mio. EUR bei einem Anteilwert von 53,19 EUR.
Die Wertentwicklung im Berichtszeitraum lag bei +2,86 % (BVI-Methode).

2. Asset-Allokation: Klarer Rentenschwerpunkt

Die Vermögensstruktur ist stark anleihenlastig:

82,92 % Anleihen

15,64 % Aktienfonds

0,77 % Liquidität

Rest: Forderungen/Verbindlichkeiten

Charakteristik:

Sämtliche Anlagen sind in EUR denominiert → kein relevantes Währungsrisiko.

Durchschnittliches Rating: A+

Duration: ca. 4,5 Jahre.

Bewertung aus Anlegersicht:

Der Fonds ist klar defensiv positioniert. Die mittlere Duration bedeutet:

Moderates Zinsänderungsrisiko

Keine extreme Zinssensitivität

Geeignet für Investoren nahe Renteneintritt

3. Anleiheportfolio: Breite europäische Streuung

Schwerpunkt liegt auf Staatsanleihen und staatsnahen Emittenten aus:

Frankreich

Italien

Spanien

Deutschland

Belgien

Niederlande

Ergänzt durch Bank- und Unternehmensanleihen.

Im Berichtsjahr wurde:

Anteil an AAA/AA reduziert

Mehr Engagement im Bereich A-Rating

Mehr Fokus auf Laufzeiten 3–7 Jahre

Interpretation:
Das Management hat gezielt leicht höhere Kreditrisiken aufgenommen, um Renditeaufschläge zu erzielen. Das ist in einem Rentenportfolio mit A+-Durchschnittsrating kontrolliert, aber nicht risikolos.

4. Aktienbeimischung: Renditetreiber

Der Aktienanteil erfolgt über einen globalen Aktienfonds (SRI-Ansatz), mit einem Gewicht von rund 15,6 %.

Laut Tätigkeitsbericht war die Aktienbeimischung ein wesentlicher Performancebeitrag, da internationale Börsen überwiegend gestiegen sind.

Bewertung:
Die Aktienquote ist:

ausreichend hoch für Renditechancen

ausreichend niedrig zur Risikobegrenzung

Für einen Altersvorsorgefonds ist das gut austariert.

5. Risikoanalyse

Laut Bericht:

Marktpreisrisiko: gering

Liquiditätsrisiko: gering

Adressenausfallrisiko: gering

Zinsänderungsrisiko: mittel

Value-at-Risk (absoluter Ansatz):

Durchschnittlicher potenzieller Risikobetrag: 1,74 %

Maximum im Berichtszeitraum: 1,99 %

Interpretation:
Das Risikoprofil ist klar defensiv. Das Zinsrisiko bleibt der dominierende Risikofaktor.

6. Ertragslage

Ertrags- und Aufwandsrechnung:

Zinserträge: ca. 225.000 EUR

Verwaltungsvergütung: ca. 132.000 EUR

Ergebnis des Geschäftsjahres: 404.193 EUR

Netto-Mittelzufluss im Jahr: rund 1,51 Mio. EUR.

Positive Aspekte:

Stabile Zinserträge

Kaum unrealisierte Bewertungsverluste

Zuflüsse signalisieren Anlegervertrauen

7. Kostenstruktur

Pauschalvergütung: 1,00 % p.a.

Gesamtkostenquote (TER): 1,03 %

Einordnung:
Für einen aktiv gemanagten Rentenfonds mit Riester-Struktur im akzeptablen Bereich, aber nicht günstig.

Kosten wirken bei einer Rendite von 2,86 % bereits deutlich performancebelastend.

8. 3-Jahres-Entwicklung

Fondsvermögen:

2022: 11,1 Mio. EUR

2023: 11,1 Mio. EUR

2024: 12,2 Mio. EUR

2025: 14,1 Mio. EUR

Anteilwert:

2022: 46,85 EUR

2025: 53,19 EUR

→ Stetige, moderate Wertsteigerung.

Gesamtbewertung aus Anlegersicht
Stärken

✔ Sehr stabiles Risikoprofil
✔ Breite europäische Diversifikation
✔ Begrenztes Währungsrisiko
✔ Positive Nettomittelzuflüsse
✔ Geeignet für konservative Altersvorsorge

Schwächen

✘ Begrenztes Renditepotenzial
✘ Kostenquote relativ hoch im Verhältnis zur Performance
✘ Zinsabhängigkeit bleibt zentraler Risikofaktor

Fazit

Der Allianz Fondsvorsorge 1947–1951 ist ein klassischer defensiver Altersvorsorgefonds mit kontrolliertem Risiko und moderater Renditeerwartung.

Er eignet sich besonders für:

Anleger kurz vor Renteneintritt

sicherheitsorientierte Investoren

Riester-Sparer mit Fokus auf Kapitalerhalt

Für renditeorientierte, langfristig investierende Anleger mit hoher Risikotoleranz ist das Produkt hingegen eher zu defensiv.

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