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Solide Rentenstrategie mit moderatem Risiko – Stabiler Wertzuwachs im Zinsumfeld 2024/2025

geralt (CC0), Pixabay

1. Gesamtentwicklung und Performance

Der Allianz Fondsvorsorge 1967–1976 erzielte im Geschäftsjahr 01.10.2024–30.09.2025 eine Wertentwicklung von +4,78 %.

Das Fondsvermögen stieg von 14,08 Mio. EUR auf 15,24 Mio. EUR, getragen durch:

positives Jahresergebnis von 694.568 EUR

Nettomittelzuflüsse von rund 470.676 EUR

Der Anteilwert erhöhte sich von 50,21 EUR auf 52,61 EUR.

Einordnung aus Anlegersicht:
Für einen überwiegend rentenbasierten Altersvorsorgefonds stellt ein Wertzuwachs von knapp 5 % ein solides Ergebnis dar – insbesondere vor dem Hintergrund eines weiterhin schwankungsanfälligen Zinsumfelds.

2. Portfolio-Struktur: Klarer Fokus auf Anleihen

Zum Stichtag 30.09.2025 bestand das Fondsvermögen aus:

65,75 % Anleihen

31,31 % Investmentanteile

2,29 % Liquidität

0,11 % Derivate

Charakteristika der Rentenstrategie:

Schwerpunkt auf Staatsanleihen

Beimischung von Unternehmensanleihen und Covered Bonds

Durchschnittliches Rating: A+

Duration: etwas über 4 Jahre

Konzentration auf Restlaufzeiten von 3–7 Jahren

100 % EUR-Exposure (keine nennenswerten Währungsrisiken)

Bewertung:

✔ Hohe Bonität
✔ Moderate Zinssensitivität
✔ Keine Fremdwährungsrisiken
✔ Breite geografische Streuung innerhalb Europas

Das Portfolio wurde bewusst in höher verzinsliche Staaten (u. a. Frankreich, Italien, Spanien) verschoben – ein aktiver Renditehebel gegenüber deutschen Bundesanleihen.

3. Aktienbeimischung als Renditetreiber

Die Aktienquote wird über:

Fondsinvestments

Index-Futures (Euro Stoxx 50, S&P 500, TOPIX)

gesteuert.

Im Berichtsjahr reduzierte das Management die direkte Aktienfondsposition leicht, hielt jedoch die Misch- und Anleihenstrategien weitgehend konstant.

Wesentliche Wirkung:
Die Aktienmärkte entwickelten sich positiv – die Aktienbeimischung leistete einen wesentlichen Beitrag zum Wertzuwachs.

Aus Anlegersicht ist das:

sinnvoll für langfristige Altersvorsorge

aber weiterhin klar defensiv ausgerichtet

4. Risikoprofil

Laut Bericht:

Marktpreisrisiko: mittel

Zinsänderungsrisiko: mittel

Liquiditätsrisiko: gering

Adressenausfallrisiko: gering

Währungsrisiko: gering

VaR (durchschnittlich): 2,91 %

Hebelwirkung aus Derivaten: 107,92 %

Interpretation:

Das Risikoprofil ist typisch für einen konservativ strukturierten Altersvorsorgefonds:

Keine spekulative Struktur

Moderate Zinssensitivität

Keine aggressive Hebelstrategie

Derivate dienen primär der Steuerung

5. Ertragsstruktur

Gesamterträge: 214.137 EUR
Verwaltungsvergütung: 142.120 EUR

Gesamtkostenquote (TER): 1,13 %

Keine erfolgsabhängige Vergütung.

Bewertung:

Für einen Riester-Fonds im aktiv gemanagten Bereich ist 1,13 % marktüblich.

Die All-In-Fee liegt aktuell bei 1,10 % p.a.

Kein Performance-Fee-Risiko.

6. Stärken aus Investorensicht
✔ Stabilität

Breite Streuung, Investment-Grade-Fokus, mittlere Duration.

✔ Planbarkeit

Thesaurierend, klar strukturierte Kosten, geringe Liquiditätsrisiken.

✔ Renditeoptimierung

Gezielte Allokation in höher verzinsliche europäische Staaten.

✔ Geeignet für Zielgruppe

Der Fonds richtet sich an die Jahrgänge 1967–1976 (Riester-Vorsorgephase) – also Anleger mit mittelfristigem Anlagehorizont bis Rentenbeginn.

7. Schwächen und Beobachtungspunkte
⚠ Zinsabhängigkeit

Bei steigenden Zinsen könnte die mittlere Duration temporär belasten.

⚠ Staatsanleihen-Exposure

Höhere Gewichtung südeuropäischer Emittenten erhöht das Spread-Risiko.

⚠ Kostenstruktur

Langfristig wirken 1,13 % TER dämpfend gegenüber ETFs.

8. Gesamtfazit

Der Allianz Fondsvorsorge 1967–1976 präsentiert sich als:

solider, defensiver Rentenfonds mit kontrollierter Aktienbeimischung und moderatem Risiko – geeignet für sicherheitsorientierte Altersvorsorgeanleger.

Die 4,78 % Jahresrendite bei mittlerem Risiko sind im aktuellen Kapitalmarktumfeld überzeugend.

Aus Anlegersicht ist der Fonds:

kein Rendite-Booster

sondern ein stabiler Baustein für die Altersvorsorge

mit klar kontrolliertem Risikoprofil

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