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Psychische Belastung junger Menschen steigt deutlich: Mehr Angststörungen seit der Pandemie

blickpixel (CC0), Pixabay

Angststörungen bei Kindern und Jugendlichen haben seit der Corona-Pandemie spürbar zugenommen. Besonders stark betroffen sind Mädchen im Jugendalter, wie aus dem aktuellen Kinder- und Jugendreport der Krankenkasse DAK-Gesundheit hervorgeht. Demnach wurden deutlich mehr junge Menschen wegen psychischer Probleme behandelt als noch vor der Pandemie.

Besonders auffällig ist der Anstieg bei Mädchen: Im Vergleich zum Jahr 2019 verzeichnet der Bericht einen Zuwachs von rund 45 Prozent. Am häufigsten treten Angststörungen bei Jugendlichen zwischen 15 und 17 Jahren auf, darunter soziale Phobien, ausgeprägte Prüfungsängste oder Panikattacken. Hochgerechnet betrifft diese Entwicklung allein in Bayern etwa 32.000 Minderjährige.

Fachleute sehen die Ursachen nicht nur in den Belastungen der Pandemiezeit mit Schulschließungen, Isolation und Unsicherheiten, sondern auch in den anhaltenden Krisenerfahrungen der Gegenwart. Nach Einschätzung von Kinder- und Jugendmedizinern prägen Themen wie Kriege, Klimawandel und Zukunftssorgen zunehmend den Alltag junger Menschen und verstärken psychischen Druck sowie Gefühle der Unsicherheit.

Mediziner warnen daher vor langfristigen Folgen, wenn psychische Erkrankungen im Jugendalter nicht frühzeitig erkannt und behandelt werden. Gleichzeitig wächst der Bedarf an Therapieplätzen und Beratungsangeboten, während viele Einrichtungen bereits über eine hohe Auslastung berichten. Experten fordern deshalb einen weiteren Ausbau psychologischer und psychiatrischer Versorgungsstrukturen für Kinder und Jugendliche, um auf die steigende Nachfrage reagieren zu können.

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