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Trump feiert Militäreinsatz in Venezuela und spricht über Umbenennung von Fort Bragg

US-Präsident Donald Trump hat bei einem Besuch des Militärstützpunkts Fort Bragg in North Carolina die dort stationierten Soldaten für ihren Einsatz bei der Festnahme des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro gewürdigt. Zugleich nutzte er die Bühne für politische Seitenhiebe gegen die Demokraten und äußerte sich zur erneuten Umbenennung der Basis.

In seiner Rede vor den Truppen betonte Trump, wie wichtig ihm der traditionsreiche Name „Fort Bragg“ sei. Die Biden-Regierung hatte den Stützpunkt 2023 in „Fort Liberty“ umbenannt, um die Verbindung zum konföderierten General Braxton Bragg zu kappen. Im Februar 2025 erhielt die Basis ihren ursprünglichen Namen zurück – diesmal zu Ehren des Weltkriegssoldaten Pfc. Roland Bragg. Trump erklärte, er habe sich entschieden gegen die frühere Umbenennung gestellt und warnte, die Demokraten könnten den Namen erneut ändern, sollten sie politische Mehrheiten zurückgewinnen.

Neben der symbolträchtigen Namensdebatte stand vor allem der Militäreinsatz in Venezuela im Mittelpunkt. Trump sprach von einem „groß angelegten Schlag“ gegen das südamerikanische Land, bei dem Maduro festgenommen worden sei. Der ehemalige Präsident Venezuelas wurde nach Angaben der US-Regierung nach New York gebracht, wo er sich wegen Narco-Terrorismus und Kokainhandels vor Gericht verantworten muss. Er bestreitet die Vorwürfe.

Fort Bragg gilt als Heimat des U.S. Army Special Operations Command und der Eliteeinheit Delta Force, die Berichten zufolge maßgeblich an der Operation beteiligt war. Trump schilderte dramatische Details des Einsatzes: Soldaten hätten sich durch Stahltüren gearbeitet, „als wären sie aus Pappmaché“, während Scharfschützen gegnerische Maschinengewehrschützen ausschalteten. Sieben US-Soldaten wurden demnach verletzt, mehrere kubanische Sicherheitskräfte, die Maduro bewacht haben sollen, kamen ums Leben.

Der Präsident hob hervor, dass drei Hubschrauberpiloten bei dem Einsatz schwer an den Beinen verletzt worden seien, jedoch in Sicherheit zurückkehren konnten. Er kündigte an, die „sehr mutigen“ Piloten persönlich zu treffen.

Politisch brisant sind auch Trumps Aussagen zur aktuellen Führung in Caracas. Nach Maduros Absetzung übernahm Delcy Rodríguez übergangsweise die Präsidentschaft. Trump erklärte, die USA hätten derzeit ein „sehr gutes Verhältnis“ zur venezolanischen Regierung. Man arbeite eng zusammen, insbesondere mit Blick auf die Ölproduktion. Die Vereinigten Staaten planten, venezolanisches Öl zu fördern, zu raffinieren und weiterzuverkaufen. Allerdings zeigen sich einige US-Ölkonzerne wegen der instabilen politischen Lage im Land zurückhaltend.

Auf die Frage, ob er eine Reise nach Venezuela plane, antwortete Trump ausweichend. Einen konkreten Termin gebe es bislang nicht.

Mit seiner Rede in Fort Bragg verband Trump militärische Anerkennung, außenpolitische Botschaften und innenpolitische Wahlkampftöne – ein Auftritt, der sowohl international als auch im eigenen Land für Diskussionen sorgen dürfte.

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