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Busse und Bahnen bleiben im Depot: Bundesweiter ver.di-Warnstreik legt Nahverkehr lahm

wewahn (CC0), Pixabay

Fahrgäste müssen sich am Montag auf massive Einschränkungen im öffentlichen Nahverkehr einstellen. Die Gewerkschaft ver.di ruft die Beschäftigten der kommunalen Verkehrsbetriebe bundesweit zum Warnstreik auf. Rund 100.000 Mitarbeitende in etwa 150 Verkehrsunternehmen sollen mit Beginn der Frühschicht die Arbeit niederlegen. Ziel ist es, im laufenden Tarifkonflikt den Druck auf die Arbeitgeber deutlich zu erhöhen.

Wer ist betroffen?

  • Schleswig-Holstein: Busausfälle in Kiel, Lübeck, Neumünster und Flensburg sowie im Hamburger Umland (Kreise Pinneberg, Segeberg, Stormarn, Herzogtum Lauenburg).
    Schulbusverkehr soll nach aktueller Planung fahren.
  • Mecklenburg-Vorpommern: Massive Ausfälle bei zahlreichen Verkehrsbetrieben im ganzen Land – ver.di rechnet mit mindestens 80 % Ausfall.
    • Zusätzlich Warnstreik im Regionalverkehr (7–9.30 Uhr) beim Betreiber RIN – mit möglichen Folgen für DB/ODEG, Schüler- und Güterverkehr.
    • Ausnahme: Neubrandenburg (anderer Tarifvertrag).
  • Hamburg: 24-stündiger Warnstreik bei Hochbahn und VHHkeine Busse und U-Bahnen ab 3.00 Uhr.
    Nicht betroffen: S-Bahn, Regionalzüge, HADAG-Fähren, ABG-Busse, hvv hop.
  • Bremen: Komplettausfall bei der BSAG – Betrieb ruht für 24 Stunden.
  • Niedersachsen: Zunächst nicht betroffen (Friedenspflicht). Aber: Warnstreiks bei Straßenmeistereien im Südosten – mögliche Einschränkungen beim Winterdienst und in Tunneln.

Schulen in Hamburg

Trotz Streik bleibt es beim Präsenzunterricht. Die Schulbehörde bittet Familien, Alternativen zu planen und mehr Zeit einzuplanen. Abmeldungen sind möglich, wenn der Schulweg objektiv unzumutbar ist.

Kundgebungen

  • Lübeck: 10.00 Uhr, Start hinter dem Gewerkschaftshaus, anschließende Demonstration.
  • Hamburg: Kundgebung am Busbetriebshof Harburg, Demonstrationszug zum Rathausplatz, 10.30 Uhr gemeinsame Streikkundgebung.

Warum wird gestreikt?

Hintergrund sind Verhandlungen über neue Manteltarifverträge. Die Gewerkschaft fordert:

  • kürzere Wochen- und Schichtarbeitszeiten,
  • längere Ruhezeiten,
  • höhere Zuschläge für Nacht- und Wochenendarbeit.

Die Arbeitgeber lehnen u. a. die Reduzierung der Wochenarbeitszeit von 39 auf 35 Stunden bislang ab. Die nächste Verhandlungsrunde ist für Mitte Februar geplant.

Fazit: Wer kann, sollte am Montag auf Alternativen umsteigen oder mehr Zeit einplanen. In vielen Regionen kommt der Nahverkehr nahezu vollständig zum Erliegen.

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