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Drama auf hoher See vor Langeoog: Seenotretter retten erblindete Kreuzfahrtpassagierin

planet_fox (CC0), Pixabay

Ein nächtlicher Rettungseinsatz vor der ostfriesischen Küste hat am Samstag eindrucksvoll gezeigt, wie schnell medizinische Notfälle auf See zur lebensbedrohlichen Situation werden können. An Bord des Kreuzfahrtschiffs MSC Poesia verlor eine 58 Jahre alte Passagierin aus England während der Fahrt von Southampton nach Hamburg plötzlich auf einem Auge ihr Sehvermögen. Ein medizinischer Notfall, der keine Verzögerung duldete.

Die Situation war brisant. Aufgrund eisiger Temperaturen und akuter Vereisungsgefahr konnten Rettungshubschrauber nicht starten. Damit blieb nur der Weg über das Wasser. Die deutsche Rettungsleitstelle See in Bremen reagierte umgehend und alarmierte die Seenotretter der Station Hooksiel in Niedersachsen.

Der Seenotrettungskreuzer Bernhard Gruben lief mit Höchstgeschwindigkeit aus, während das rund 300 Meter lange Kreuzfahrtschiff der Rettungseinheit entgegenfuhr. Gegen 22.30 Uhr trafen sich beide Schiffe nördlich von Langeoog. Trotz Dunkelheit und leichtem Seegang mit etwa einem Meter hohen Wellen gelang die riskante Übergabe der Patientin auf offener See. Von dem riesigen Kreuzfahrtschiff wurde die Frau sicher auf den nur 23 Meter langen Seenotrettungskreuzer gebracht.

Anschließend nahmen die Seenotretter Kurs auf Hooksiel. Mit rund 24 Knoten, also etwa 45 Kilometern pro Stunde, ging es zurück Richtung Festland. Kurz vor Mitternacht erreichte der Rettungskreuzer den Hafen. Dort wartete bereits ein Rettungswagen, der die 58-Jährige sofort in eine Spezialklinik brachte.

Die MSC Poesia, die Platz für rund 2550 Passagiere bietet, setzte ihre Reise fort. Für die betroffene Passagierin jedoch wurde diese Nacht zu einem dramatischen Wendepunkt. Dank des schnellen und professionellen Einsatzes der Seenotretter konnte sie rasch medizinisch versorgt werden. Ein Einsatz, der erneut unterstreicht, wie unverzichtbar die maritime Rettung auf Nord- und Ostsee ist.

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