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Demokratische Senatoren warnen vor Pentagon-Aufträgen an Firmen mit Nähe zu Donald Trump Jr.

Mehrere demokratische Senatoren schlagen Alarm wegen möglicher Interessenkonflikte bei der Vergabe lukrativer Pentagon-Aufträge und staatlicher Kredite an Unternehmen, die mit Donald Trump Jr. in Verbindung stehen. In einem Schreiben an den US-Verteidigungsminister Pete Hegseth fordern die Senatoren Elizabeth Warren, Andy Kim und Richard Blumenthal Aufklärung darüber, ob Entscheidungen des Verteidigungsministeriums (DoD) durch persönliche oder politische Verbindungen beeinflusst wurden.

Konkret geht es um Firmen, an denen der Venture-Capital-Fonds 1789 Capital beteiligt ist. Donald Trump Jr. hatte nach dem Wahlsieg seines Vaters im November 2024 angekündigt, als Partner bei diesem Fonds einzusteigen. 1789 Capital ist bekannt für Investitionen in konservativ geprägte Unternehmen und Medienprojekte, darunter auch das Medienunternehmen von Tucker Carlson.

Die Senatoren äußern die Sorge, dass Mitglieder der Trump-Familie indirekt von Geldern profitieren könnten, die eigentlich der nationalen Sicherheit dienen sollen. Sollte es bei der Vergabe von Aufträgen oder Krediten zu Bevorzugungen gekommen sein, hätte dies nicht nur ethische, sondern auch sicherheitspolitische Konsequenzen.

Laut dem Schreiben erhielten Unternehmen aus dem Portfolio von 1789 Capital zwischen April und November 2025 mehr als 70 Millionen US-Dollar an Verträgen von der Trump-Regierung. Darunter fallen unter anderem 45 Millionen Dollar für das KI-Unternehmen Cerebras Systems, knapp fünf Millionen Dollar für den Raketentriebwerkshersteller Firehawk Aerospace sowie zehn Millionen Dollar für den Seltenerdmagnet-Produzenten Vulcan Elements.

Besonders brisant ist ein im November bekannt gegebener Kredit über 620 Millionen Dollar, den Vulcan Elements vom DoD erhielt – der größte Kredit, den das Office of Strategic Capital seit seiner Gründung 2022 vergeben hat. Zusätzlich kamen 50 Millionen Dollar an staatlichen Anreizen aus dem Handelsministerium hinzu. Die Senatoren betonen, dass der Kredit mehr als doppelt so hoch gewesen sei wie die damalige Unternehmensbewertung.

Auch die Drohnenfirma Unusual Machines geriet in den Fokus. Das Unternehmen erhielt einen Auftrag über 12,8 Millionen Dollar, während Donald Trump Jr. dort als Mitglied des Beirats fungiert und Medienberichten zufolge Anteile hält.

Vertreter von 1789 Capital weisen die Vorwürfe zurück. Man halte lediglich passive Minderheitsbeteiligungen und habe keinen Einfluss auf operative Entscheidungen der Unternehmen. Zudem seien keine Gesetzesverstöße behauptet worden.

Trotzdem halten die Senatoren die Angelegenheit für ernst. Der frühere Ethikbeauftragte von Präsident George W. Bush, Richard Painter, bezeichnete die Vorwürfe als „sehr legitime Sorge“. Zwar habe es schon immer Diskussionen über Pentagon-Aufträge gegeben, doch die direkte Nähe der Präsidentenfamilie zur Rüstungs- und Sicherheitsindustrie sei in diesem Ausmaß neu.

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