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U-Haul fährt in Demonstration in Los Angeles – Protest für Iran endet im Chaos

Bei einer Solidaritätskundgebung für iranische Demonstrierende ist es am 11. Januar im Stadtteil Westwood in Los Angeles zu einem schweren Zwischenfall gekommen. Ein Fahrer steuerte einen U-Haul-Transporter in eine Menschenmenge, die sich nahe eines Bundesgebäudes versammelt hatte. Mindestens zwei Personen wurden dabei verletzt, wie Polizei und Feuerwehr bestätigten.

Nach Angaben des Los Angeles Police Department (LAPD) hatten sich mehrere Hundert Menschen zu einer Demonstration versammelt, um ihre Unterstützung für die anhaltenden Proteste gegen die iranische Regierung auszudrücken. Augenzeugen berichteten von einer zunächst friedlichen Stimmung, die abrupt in Chaos umschlug, als der Transporter in die Menge fuhr. Lokale Fernsehsender beschrieben Szenen von Panik, Schreien und durcheinanderlaufenden Demonstrierenden.

Die Feuerwehr von Los Angeles teilte mit, dass zwei verletzte Personen noch vor Ort medizinisch untersucht wurden, jedoch einen Transport ins Krankenhaus ablehnten. Weitere Verletzte wurden bislang nicht gemeldet. Die Einsatzkräfte hatten zeitweise Schwierigkeiten, den Ort zu erreichen, da die Größe der Menschenmenge den Zugang behinderte. Gegen 16:43 Uhr Ortszeit begann sich die Versammlung freiwillig aufzulösen.

In sozialen Netzwerken verbreiteten sich rasch Videos des Vorfalls. Darauf ist zu sehen, wie wütende Demonstrierende versuchen, den Fahrer aus dem Fahrzeug zu ziehen, bevor Polizeibeamte eingreifen und den Mann in Gewahrsam nehmen. Die Identität des Fahrers wurde bisher nicht veröffentlicht, ebenso wenig Details zu einem möglichen Motiv. Die Ermittlungen dauern an.

Weitere Aufnahmen zeigen eingeschlagene Fensterscheiben des Transporters sowie Demonstrierende, die auf das Fahrzeug einschlagen. Laut Berichten der Los Angeles Times rissen Protestierende ein Schild vom Wagen, auf dem auf Arabisch und Englisch politische Botschaften zu lesen waren, darunter ein Appell an die USA, die Ereignisse von 1953 im Iran nicht zu wiederholen.

Der Protest in Los Angeles stand im Zusammenhang mit den anhaltenden Anti-Regierungs-Demonstrationen im Iran, die inzwischen in ihre dritte Woche gegangen sind. Menschenrechtsorganisationen berichten von einer massiven und gewaltsamen Reaktion der iranischen Sicherheitskräfte. Nach Schätzungen der Human Rights Activists News Agency wurden seit Beginn der Unruhen mehr als 580 Menschen getötet und über 10.600 festgenommen. Offizielle Zahlen der iranischen Regierung liegen nicht vor.

Zusätzlich erschwert ein staatlich angeordneter Internetausfall seit dem 8. Januar den Informationsfluss aus dem Land erheblich. Internationale Beobachter und Menschenrechtsgruppen verurteilen das Vorgehen der iranischen Führung scharf und fordern Transparenz sowie ein Ende der Gewalt.

Der Vorfall in Los Angeles zeigt, wie stark die Ereignisse im Iran auch international emotionale Reaktionen hervorrufen – und wie schnell friedliche Solidaritätsbekundungen in gefährliche Situationen umschlagen können.

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