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Bundespolizei beschlagnahmt 150 Waffen bei Großkontrollen an deutschen Bahnhöfen

Die Bundespolizei hat bei einer bundesweiten Schwerpunktkontrolle an deutschen Bahnhöfen zahlreiche Erfolge im Kampf gegen Gewaltkriminalität erzielt. Bei Einsätzen am Freitag und Samstag überprüften rund 2400 Beamtinnen und Beamte insgesamt 43 Bahnhöfe. Hintergrund ist, dass viele große Bahnhöfe seit Jahren als Kriminalitätshotspots gelten. Die Bilanz der Kontrollen fällt deutlich aus: 150 Waffen und andere gefährliche Gegenstände wurden sichergestellt, zudem leitete die Bundespolizei 170 Ermittlungsverfahren ein.

Insgesamt kontrollierten die Einsatzkräfte mehr als 5000 Personen. Dabei wurden 43 Ermittlungsverfahren wegen Gewaltdelikten eingeleitet. Hinzu kamen 60 Verfahren wegen Verstößen gegen das Waffengesetz sowie weitere 67 Fälle, in denen gefährliche Gegenstände mitgeführt wurden. Auch aufenthaltsrechtliche Verstöße spielten eine große Rolle: Rund 260 Personen verstießen gegen geltende Aufenthaltsbestimmungen.

Besonders aufmerksam wurden die Beamtinnen und Beamten bei Personen, die bereits polizeibekannt waren. Insgesamt 338 Menschen tauchten bei den Kontrollen auf Fahndungslisten auf, ein Großteil davon wegen sogenannter Aufenthaltsermittlungen. Darüber hinaus konnten 13 offene Haftbefehle vollstreckt werden. Um die Sicherheit an den Bahnhöfen unmittelbar zu erhöhen, sprachen die Einsatzkräfte mehr als 285 Platzverweise aus und führten über 250 sogenannte Gefährderansprachen. Dabei handelt es sich um präventive Gespräche, mit denen potenziell gewaltbereite Personen frühzeitig angesprochen werden sollen.

Ein besonders auffälliger Vorfall ereignete sich in einem Zug in Köln. Dort kontrollierten Bundespolizisten einen 30-jährigen Mann, der eine blutverschmierte Machete bei sich trug. Der Fund sorgte zunächst für erhebliches Aufsehen. Ein später durchgeführter Bluttest ergab jedoch, dass es sich nicht um menschliches Blut handelte. Dennoch wurde die Waffe sichergestellt, und der Vorfall unterstreicht, welche gefährlichen Gegenstände im öffentlichen Raum mitgeführt werden.

Auch in Berlin kam es zu einem Einsatz mit potenzieller Gefährdungslage. Dort meldeten Reisende einen 16-jährigen Jugendlichen, der einen verdächtigen Gegenstand bei sich hatte, der wie Pyrotechnik aussah. Der Bahnhof wurde vorsorglich gesichert, der Gegenstand aus dem Gefahrenbereich gebracht und überprüft. Am Ende stellte sich heraus, dass von ihm keine Gefahr ausging.

Die Bundespolizei wertet die Schwerpunktkontrollen insgesamt als Erfolg. Sie sollen auch künftig ein wichtiges Instrument bleiben, um die Sicherheit an stark frequentierten Verkehrsknotenpunkten zu erhöhen und Gewaltkriminalität frühzeitig einzudämmen.

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