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Explosionen erschüttern Venezuela – Maduro spricht von US-Militärangriff/Maduro gefangen genommen

OpenClipart-Vectors (CC0), Pixabay

Mehrere Explosionen haben in der Nacht auf Samstag weite Teile der venezolanischen Hauptstadt Caracas und umliegende Bundesstaaten erschüttert. Wie CNN berichtete, wurden Detonationen unter anderem im Raum Caracas sowie in den Bundesstaaten Miranda, Aragua und La Guaira vernommen. Auch das Stromnetz in Teilen der Hauptstadt fiel aus.

Der erste Knall wurde gegen 01:50 Uhr Ortszeit registriert. In sozialen Netzwerken kursieren Videos von Bränden und Feuerbällen, unter anderem auf dem Flughafen von Higuerote, rund 85 Kilometer östlich von Caracas. Dabei soll offenbar eine Luftabwehrstellung in Flammen aufgegangen sein.

Maduro ruft nationalen Notstand aus

Die venezolanische Regierung macht die USA für die Angriffe verantwortlich. Präsident Nicolás Maduro unterzeichnete noch in der Nacht ein Dekret zur Ausrufung des nationalen Notstands und verurteilte die mutmaßlichen Luftschläge als „imperialistische Militäraggression“.

In der offiziellen Mitteilung heißt es, der Angriff diene dem Ziel, „Venezuelas strategische Ressourcen – insbesondere Öl und Mineralien – zu beschlagnahmen und die politische Unabhängigkeit des Landes zu brechen“. Zudem forderte Maduro alle politischen und sozialen Kräfte im Land zur Mobilisierung auf.

Washington reagiert nicht – Ursache noch unklar

Obwohl Präsident Donald Trump in den vergangenen Wochen mehrfach mit Maßnahmen gegen den angeblich von Venezuela gesteuerten Drogenhandel gedroht hatte, liegt bislang keine offizielle Bestätigung der US-Regierung zu einem militärischen Einsatz vor. Das Pentagon und das US Southern Command verwiesen auf das Weiße Haus. Dort gab es zunächst keine Stellungnahme.

CNN-Reporter vor Ort berichten, dass keine Sirenen von Polizei oder Feuerwehr nach den Explosionen zu hören waren – auch Stunden nach den Angriffen nicht.

Augenzeuge: „Der Himmel wurde rot“

Ein 23-jähriger Bewohner von Higuerote schilderte CNN dramatische Szenen:
„Zuerst dachte ich, es seien Feuerwerkskörper. Dann kam eine zweite Explosion, der Boden begann zu beben, der Himmel färbte sich rot und plötzlich war alles in Rauch gehüllt“, sagte er.
Er berichtete, dass es mehrere weitere Explosionen gegeben habe.
„Es sah aus wie ein gezielter Angriff, als hätte man den Flughafen komplett zerstört.“

Die Explosionen hätten sich über rund 20 Minuten verteilt, begleitet von Flugzeuglärm. Auch Stunden später habe er keine Rettungskräfte gehört. Die Bevölkerung sei verängstigt, viele posteten Videos in sozialen Netzwerken. „Es ist absolutes Chaos“, sagte der Augenzeuge.

Opposition schweigt – Internationale Reaktionen stehen aus

Die venezolanische Opposition erklärte in einer kurzen Mitteilung, dass sie aktuell keine offizielle Stellungnahme zu den Vorfällen abgeben werde. Alle bestätigten Informationen würden zu gegebener Zeit über offizielle Kanäle veröffentlicht.

Internationale Reaktionen stehen bislang aus, doch Beobachter befürchten eine gefährliche Eskalation im ohnehin angespannten Verhältnis zwischen Washington und Caracas.

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