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Sparkassen-Tresor in Gelsenkirchen aufgebrochen – Beute wohl rund 30 Millionen Euro

dehaasbe (CC0), Pixabay

Nach dem spektakulären Einbruch in den Tresorraum einer Sparkassenfiliale in Gelsenkirchen gehen Ermittler inzwischen von einer Beute in Höhe von rund 30 Millionen Euro aus. Unbekannte Täter hatten über die Feiertage zahlreiche Schließfächer gewaltsam geöffnet und Bargeld sowie Wertgegenstände entwendet.

Der Einbruch wurde erst entdeckt, nachdem ein Brandmeldealarm ausgelöst hatte. Einsatzkräfte stießen bei der Kontrolle des Gebäudes auf massive Schäden im Kellerbereich. Nach bisherigen Erkenntnissen verschafften sich die Täter über ein Parkhaus Zugang zum Gebäude, durchbrachen mehrere Türen und bohrten schließlich mit Spezialwerkzeug eine Wand zum Tresorraum auf.

Am Morgen nach Bekanntwerden der Tat versammelten sich zahlreiche Kundinnen und Kunden vor der Filiale. Viele reagierten aufgebracht oder sichtlich verzweifelt, einige forderten lautstark Informationen zu ihren Schließfächern. Die Polizei musste den Eingangsbereich räumen und mit Lautsprecherdurchsagen beruhigend auf die Menge einwirken.

Die Filiale blieb zunächst geschlossen, eine Wiedereröffnung wurde für den späteren Tagesverlauf angekündigt. Betroffene sollen schrittweise kontaktiert und über das weitere Vorgehen informiert werden. Da Banken den Inhalt von Schließfächern nicht kennen, ist das tatsächliche Ausmaß des Schadens noch unklar.

Grundsätzlich sind Schließfächer nur bis zu einer begrenzten Summe versichert, höhere Werte müssen gesondert abgesichert werden. Ob und in welchem Umfang Verluste ersetzt werden, hängt daher von den jeweiligen Vereinbarungen ab.

Von den Tätern fehlt bislang jede Spur. Die Polizei wertet umfangreiches Spurenmaterial aus und prüft unter anderem mögliche Fahrzeugbewegungen im Umfeld. Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren.

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