Die Weihnachtstage sind auch für Tausende Kraniche Reisezeit. Wegen der aktuellen Kälte machen sich derzeit viele der großen Zugvögel auf den Weg in wärmere Regionen. Das teilte der Naturschutzbund mit. Rund einen Monat nach der eigentlichen Hauptzugzeit ziehen nun noch zahlreiche Tiere weiter Richtung Frankreich und Spanien.
Besonders gut zu beobachten sind die Kraniche aktuell auf festen Flugkorridoren: vor allem über Nordrhein-Westfalen sowie entlang der Linie Hessen, Rheinland-Pfalz und Saarland. Begünstigt wird der Zug durch günstigen Rückenwind, der den Vögeln das Vorankommen erleichtert.
Nach Einschätzung von Vogelschutzexperten handelt es sich bei dieser sogenannten Winterflucht vor allem um eine Vorsichtsmaßnahme. Häufig folgten auf plötzliche Kälteeinbrüche Schneefälle, die die Nahrungssuche erschweren. Gleichzeitig zeigt sich jedoch ein langfristiger Trend: Durch den Klimawandel überwintern immer mehr Kraniche inzwischen auch in Deutschland, statt den weiten Weg in den Süden anzutreten.