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Warnstreik am Uniklinikum Jena: Beschäftigte fordern mehr Lohn und gleiche Arbeitszeiten

wewahn (CC0), Pixabay

Am Uniklinikum Jena kommt es heute zu spürbaren Einschränkungen: Die Gewerkschaft ver.di hat die Beschäftigten zu einem Warnstreik aufgerufen. Hintergrund ist der bundesweite Tarifkonflikt im öffentlichen Dienst der Länder – und die Forderung nach besseren Arbeitsbedingungen für Klinikpersonal in Ostdeutschland.

Versorgung in Notfällen gesichert

Das Klinikum betonte, dass Notfälle, lebenswichtige Behandlungen und akute Eingriffe trotz des Streiks gewährleistet bleiben. Patientinnen und Patienten seien bereits im Vorfeld über mögliche Verzögerungen und Terminverschiebungen bei Untersuchungen, Therapien und Operationen informiert worden.

Geplant verschiebbare Eingriffe werden teilweise auf spätere Termine verlegt, damit die Grundversorgung aufrechterhalten werden kann.

ver.di fordert mehr Geld und Ost-West-Angleichung

Mit dem Warnstreik wollen die Beschäftigten Druck in den laufenden Tarifverhandlungen aufbauen. Die Gewerkschaft verlangt:

  • eine spürbare Gehaltserhöhung,

  • eine Angleichung der Arbeitszeiten in Ostdeutschland an das Westniveau,

  • sowie Verbesserungen bei Arbeitsbelastung und Personalstand.

Gerade die Arbeitszeitangleichung spielt im Osten seit Jahren eine zentrale Rolle: Beschäftigte an Universitätskliniken arbeiten häufig länger als ihre Kolleginnen und Kollegen im Westen, bei gleicher Tätigkeit.

Tarifkonflikt im öffentlichen Dienst der Länder

Der Streik ist Teil der aktuellen Auseinandersetzung zwischen den Gewerkschaften und den Ländern im Rahmen des TV-L (Tarifvertrag der Länder). In diesen fallen Beschäftigte der Universitätskliniken, vieler Hochschulen, Ministerien sowie staatlicher Einrichtungen.

Da die bisherigen Verhandlungsrunden ohne Durchbruch geblieben sind, setzt ver.di nun verstärkt auf punktuelle Warnstreiks, um den Druck zu erhöhen.

Weitere Aktionen möglich

Auch in Jena könnte es in den kommenden Tagen erneut zu Arbeitsniederlegungen kommen, falls keine Fortschritte erzielt werden. Das Uniklinikum kündigte an, weiterhin transparent zu kommunizieren und Patientinnen sowie Patienten rechtzeitig über Änderungen im Ablauf zu informieren.

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