Wenn Kerzenlicht, Plätzchenduft und Feuerwerk die Vorweihnachtszeit prägen, birgt die festliche Atmosphäre auch Schattenseiten. Besonders kleine Kinder sind in dieser Zeit einem erhöhten Risiko ausgesetzt. Darauf weist der Verein Paulinchen – Initiative brandverletzter Kinder – zum bundesweiten Aktionstag „Tag des brandverletzten Kindes“ hin, der jährlich am 7. Dezember begangen wird.
Der Tag steht im Zeichen der Prävention und Aufklärung. Einrichtungen wie Feuerwehren, Kliniken und Gesundheitsdienste beteiligen sich mit Aktionen, um über Gefahren von Verbrennungen und Verbrühungen zu informieren. Gerade in der Adventszeit, an Weihnachten und am Jahreswechsel sind offene Flammen, heiße Bleche oder Feuerwerkskörper Teil der Feierlichkeiten – jedoch können sie für Kinder schnell zur Bedrohung werden.
Nach Angaben der AOK Nordwest sind vor allem Kinder unter fünf Jahren betroffen. In Schleswig-Holstein mussten im vergangenen Jahr 144 Kinder unter zehn Jahren stationär behandelt werden, der Großteil von ihnen aufgrund von Verletzungen, die in der eigenen Wohnung entstanden. Viele Familien wiegen sich in Sicherheit, doch gerade in der Küche und am festlich gedeckten Tisch lauern Risiken: heiße Öfen, herabhängende Kabel, kochendes Wasser oder schnell heruntergezogene Tischdecken mit Kerzen oder Geräten darauf.
An verschiedenen Standorten in Schleswig-Holstein – darunter das Universitätsklinikum Schleswig-Holstein am Campus Lübeck, die Asklepios Klinik Nord-Heidberg und der Kinder- und Jugendgesundheitsdienst Plön – wird der Aktionstag mit Informationsangeboten begleitet. Unter dem diesjährigen Motto „Unfallfrei statt Böllerei“ steht vor allem der verantwortungsvolle Umgang mit Feuerwerk im Fokus. Ziel ist es, Eltern und Betreuungspersonen zu sensibilisieren und damit Verletzungsrisiken zu reduzieren, bevor sie entstehen.