Die Selbsteinschätzung der eigenen Gesundheit hat sich in Deutschland im Jahr 2024 spürbar verschlechtert. Das geht aus einem aktuellen Bericht des Robert Koch-Instituts (RKI) hervor. Demnach bewerteten nur noch 64,2 Prozent der Erwachsenen ihre gesundheitliche Lage als sehr gut oder gut. Das entspricht einem Rückgang von mehr als drei Prozentpunkten gegenüber 2023.
Deutlicher Anstieg psychischer Belastungen
Besonders auffällig ist die Entwicklung im Bereich der psychischen Gesundheit. Laut dem RKI wiesen 21,9 Prozent der Befragten im Jahr 2024 eine depressive Symptomatik auf. Das Institut führt diese Werte unter anderem auf
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anhaltende Belastungen im Alltag,
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wirtschaftliche Unsicherheiten
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gesellschaftliche Veränderungen
zurück, ohne jedoch konkrete Ursachen im Bericht abschließend zu benennen.
Die Daten deuten darauf hin, dass depressive Beschwerden in Deutschland weiter zunehmen – ein Trend, der bereits in den Vorjahren beobachtet wurde.
Chronische Erkrankungen weit verbreitet
Mehr als die Hälfte der Erwachsenen berichtete zudem von chronischen oder langanhaltenden Erkrankungen. Dazu zählen beispielsweise
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Herz-Kreislauf-Erkrankungen,
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Diabetes,
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muskuläre und orthopädische Probleme
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Atemwegserkrankungen.
Diese hohe Quote unterstreicht die langfristige Belastung des Gesundheitssystems und verdeutlicht, wie stark Lebensstilfaktoren und demografischer Wandel die Gesundheitslage in Deutschland beeinflussen.
RKI sieht deutlichen Handlungsbedarf
Der Bericht macht klar: Die gesundheitliche Gesamtverfassung der Bevölkerung wird zunehmend kritisch gesehen – sowohl körperlich als auch psychisch. Die Zahlen könnten laut Gesundheitsexperten Hinweise darauf geben, wo politische und präventive Maßnahmen künftig verstärkt ansetzen sollten, etwa bei
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der Früherkennung psychischer Erkrankungen,
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Bewegungs- und Präventionsangeboten,
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sowie einer besseren Versorgung von Menschen mit chronischen Krankheiten.