Für Urlauber in Deutschland setzt sich ein Trend fort, der viele bereits seit Jahren begleitet: Reisen wird 2026 erneut teurer.
TUI-Deutschlandchef Stefan Jacobi rechnet damit, dass die Preise im kommenden Jahr im Durchschnitt um ein bis drei Prozent steigen. Das sagte er den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Trotz des geplanten politischen Entlastungsschritts – die Bundesregierung will die Ticketsteuer auf Flugreisen zum 1. Juni 2026 senken – erwartet die Branche keinen Preisrückgang.
Warum trotz Steuersenkung höhere Preise drohen
Jacobi begründet die Entwicklung mit mehreren strukturellen Faktoren, die den Reisemarkt spürbar beeinflussen:
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Gestiegene Lohn- und Betriebskosten in Hotels, Gastronomie und Fluggesellschaften
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Höhere Energiepreise, die insbesondere bei Flugreisen und Unterkünften zu Buche schlagen
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Investitionen in Nachhaltigkeit, die laut Reisebranche zunehmend gesetzlich eingefordert werden
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Steigende Nachfrage, die das Preisniveau stabil hoch hält
Die Senkung der Ticketsteuer könne diese Effekte zwar „abfedern“, so Jacobi, aber nicht vollständig kompensieren.
Wohin die Deutschen 2026 reisen wollen
Dass die Preise steigen, bremst die Reiselust der Deutschen bisher kaum.
Nach der aktuellen Deutschen Tourismusanalyse bleibt Deutschland selbst das beliebteste Urlaubsziel. Der Wunsch nach kürzeren Anreisen, flexibleren Urlaubsformen und bekannten Regionen spielt dabei eine große Rolle.
Auf den nächsten Plätzen folgen:
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Spanien – weiterhin Spitzenreiter bei Strand- und Familienreisen
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Italien – beliebt für Kultur, Kulinarik und mediterranes Flair
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Türkei – für viele ein Preis-Leistungs-Sieger, besonders im All-inclusive-Segment
Diese Reihenfolge zeigt, dass die Bundesbürger trotz steigender Preise auf bewährte Ziele setzen.
Wie sich Urlauber vorbereiten können
Branchenexperten erwarten, dass Reisende künftig früher buchen, um Preissprünge zu vermeiden.
Außerdem lohne es sich, flexible Reisezeiträume zu nutzen und Alternativen außerhalb der Hauptferienzeiten in Betracht zu ziehen.
Ausblick
Eine umfassende Preisdämpfung ist momentan nicht in Sicht. Der Markt bleibt angespannt, die Nachfrage hoch – und viele Anbieter geben Kostensteigerungen unverändert weiter. Für Verbraucher bedeutet das: Urlaub bleibt weiterhin planbar, aber selten billiger.