Am Mittwochmittag ist es im Hanusch-Krankenhaus in Wien-Penzing zu einem gefährlichen Zwischenfall gekommen. Eine Frau soll einen Spitalsarzt mit Buttersäure attackiert haben. Die Polizei nahm die mutmaßliche Täterin fest, der Einsatz ist laut Behörden noch nicht vollständig abgeschlossen.
Die genauen Hintergründe der Tat sind derzeit unklar. Ebenso ist noch nicht bekannt, ob neben dem Arzt weitere Personen betroffen waren. Die Polizei bestätigte jedoch die Festnahme der Verdächtigen.
Ambulanzen vorübergehend außer Betrieb
Wie eine Sprecherin der Österreichischen Gesundheitskasse mitteilte, mussten mehrere Ambulanzen – darunter jene für Lungenheilkunde, Rheumatologie und Dermatologie – aufgrund der starken Geruchsbelästigung durch die Buttersäure bis mindestens Donnerstag geschlossen werden. Ein spezialisiertes Reinigungsteam wurde beauftragt, die betroffenen Bereiche gründlich zu dekontaminieren.
Sicherheitsdienst griff schnell ein
Dem raschen Eingreifen des Sicherheitspersonals sei es zu verdanken, dass weitere Gefährdungen für Patienten und Mitarbeitende verhindert werden konnten, heißt es weiter. Der Schutz von Personal und Patient:innen habe oberste Priorität, so die Gesundheitskasse.
Buttersäure (Butansäure) ist bekannt für ihren penetranten Geruch, der bei Hautkontakt oder Inhalation zu Reizungen führen kann. Sie wird gelegentlich bei Protestaktionen oder Angriffen eingesetzt, da sie schwerwiegende Geruchsbelästigungen verursacht.
Die Ermittlungen zum Motiv und Ablauf der Tat laufen derzeit.