Die Inflationsrate in Deutschland ist im November stabil über der Marke von zwei Prozent geblieben. Nach vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamts lagen die Verbraucherpreise 2,3 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats.
Dienstleistungen treiben Teuerung an
Den größten Einfluss auf die Preisentwicklung hatten erneut Dienstleistungen. Spürbare Anstiege gab es unter anderem bei Autoversicherungen, Pauschalreisen sowie bei Friseur- und Restaurantbesuchen. Diese Bereiche ziehen die Gesamtinflation weiterhin nach oben, auch wenn sich die Preissteigerungen im Vergleich zu den starken Inflationsjahren 2022 und 2023 deutlich abgeschwächt haben.
Energiepreise entlasten Haushalte leicht
Für private Haushalte etwas günstiger wurde Energie. Die Preise gingen im Schnitt zurück oder stiegen nur moderat – ein Faktor, der die Gesamtteuerung dämpfte.
Lebensmittel nur leicht teurer – aber weiterhin hohes Niveau
Lebensmittel kosteten im November durchschnittlich 1,2 Prozent mehr als vor einem Jahr und liegen damit unter der allgemeinen Inflationsrate. Trotz dieser vergleichsweise moderaten Entwicklung bleibt das Preisniveau für viele Grundnahrungsmittel jedoch deutlich höher als vor einigen Jahren, was besonders Haushalte mit niedrigen und mittleren Einkommen belastet.
Inflation insgesamt stabil
Seit Monaten bewegt sich die deutsche Inflationsrate um die Marke von zwei bis zweieinhalb Prozent. Damit liegt sie weiterhin über dem Inflationsziel der Europäischen Zentralbank, die mittelfristig eine Teuerungsrate von zwei Prozent anstrebt.