Die langfristige Zukunft des Deutschlandtickets steht fest: Nachdem der Bundestag bereits zugestimmt hatte, hat nun auch der Bundesrat die Finanzierungsvereinbarung für das bundesweite Nahverkehrsticket bis Ende 2030 gebilligt. Damit ist die Grundlage geschaffen, das Ticket für den regionalen Bahn- und Nahverkehr dauerhaft fortzuführen.
Bund und Länder teilen sich die Kosten
Für die Finanzierung sollen Bund und Länder in den kommenden Jahren jeweils 1,5 Milliarden Euro jährlich bereitstellen. Diese Mittel sollen sicherstellen, dass Verkehrsverbünde und Verkehrsunternehmen die mit dem Ticket verbundenen Einnahmeausfälle ausgleichen können.
Preis steigt ab 2026
Für Nutzerinnen und Nutzer bedeutet die Einigung allerdings auch höhere Kosten:
Ab dem kommenden Jahr steigt der Monatspreis von derzeit 58 Euro auf 63 Euro. Dies ist die erste Preisänderung seit der Einführung des Tickets im Mai 2023.
Dynamisches Preismodell ab 2027
Ab dem Jahr 2027 soll der Ticketpreis nicht mehr politisch neu verhandelt werden müssen. Stattdessen wird ein automatischer Anpassungsmechanismus eingeführt. Dieser orientiert sich an einem Index aus:
-
Löhnen
-
Energiekosten
-
Trassenpreisen für die Nutzung des Schienennetzes
Damit sollen regelmäßige, planbare Preisentwicklungen ermöglicht werden, die sich an den realen Kosten des ÖPNV orientieren.