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Nach Kurseinbruch: Steuert der Goldpreis auf 5.000 Dollar zu?

geralt (CC0), Pixabay

Nach dem deutlichen Preisrutsch beim Gold vor zwei Wochen hat sich das Edelmetall zu Wochenbeginn wieder leicht gefangen. Anleger und Analysten fragen sich nun: Ist die Korrektur überstanden – oder droht der nächste Rücksetzer, bevor Gold langfristig neue Höhen erreicht?

Der Preis für eine Feinunze Gold hatte zuletzt zeitweise deutlich nachgegeben, nachdem er im Sommer auf Rekordniveaus gestiegen war. Auslöser des sogenannten „Sell-off“ waren laut Marktbeobachtern vor allem Gewinnmitnahmen, ein stärkerer US-Dollar sowie die Aussicht auf eine mögliche Zinswende in den USA.

Aktuell notiert Gold wieder über der Marke von 2.400 Dollar. Viele Experten sehen darin ein Zeichen der Stabilisierung – andere warnen, dass die Konsolidierung noch nicht abgeschlossen sei.

Im Gespräch mit ntv-Moderator Friedhelm Tilgen analysierte Kemal Bagci von BNP Paribas, wie sich Anleger jetzt positionieren können. Der Stratege betonte, dass das langfristige Umfeld grundsätzlich positiv für Gold bleibe: geopolitische Spannungen, die anhaltend hohe Staatsverschuldung und das wachsende Interesse institutioneller Investoren könnten den Preis langfristig treiben.

„Sollte die US-Notenbank die Zinsen 2026 tatsächlich senken und der Dollar an Stärke verlieren, könnte Gold mittelfristig wieder deutlich anziehen“, so Bagci. In einem optimistischen Szenario seien Kurse von bis zu 5.000 Dollar je Unze „nicht ausgeschlossen“ – vorausgesetzt, Inflation und geopolitische Unsicherheiten bleiben bestehen.

Kurzfristig raten Analysten jedoch zu Vorsicht: Eine Seitwärtsbewegung oder leichte Rückgänge seien möglich, bevor der nächste Aufwärtstrend beginne. Anleger, so der Tenor, sollten sich deshalb auf Volatilität einstellen – und Gold eher als strategische Absicherung im Portfolio sehen statt als Spekulationsobjekt.

Ob das Edelmetall tatsächlich auf den Weg Richtung 5.000 Dollar einschwenkt, hängt damit weniger von kurzfristigen Schwankungen als von den entscheidenden Notenbank-Signalen der kommenden Monate ab.

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