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Immobilienpreise steigen wieder deutlich – Verband warnt: „Der Bauturbo allein reicht nicht“

Mohamed_hassan (CC0), Pixabay

Die Phase sinkender Immobilienpreise in Deutschland ist offenbar vorbei. Nach neuen Zahlen des Verbands deutscher Pfandbriefbanken (VDP) sind die Preise für Häuser und Wohnungen im dritten Quartal 2025 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 3,8 Prozent gestiegen – der deutlichste Anstieg seit Beginn der Zinswende.

Besonders stark fiel der Preisanstieg in den großen Metropolen aus: In Städten wie Berlin, München, Hamburg und Frankfurt ziehen die Preise sowohl für Eigentumswohnungen als auch für Einfamilienhäuser wieder spürbar an. Grund dafür ist vor allem der weiterhin massive Wohnungsmangel, während sich der Neubau trotz staatlicher Initiativen nur langsam erholt.

Auch die Mieten steigen weiter: Laut VDP legten die Neuvertragsmieten in Mehrfamilienhäusern binnen eines Jahres um 3,7 Prozent zu. Besonders stark betroffen seien Ballungsräume und Universitätsstädte.

VDP-Hauptgeschäftsführer Jens Tolckmitt sieht die Entwicklung mit Sorge. Zwar sei der von der Bundesregierung gestartete „Bauturbo“ ein Schritt in die richtige Richtung, doch reiche er allein nicht aus.

„Der Bauturbo ist gut und begrüßenswert, aber es braucht mehr“, sagte Tolckmitt.

Er fordert bessere steuerliche Rahmenbedingungen, schnellere Genehmigungsverfahren und eine gezielte Förderung für bezahlbaren Wohnraum. Ohne tiefgreifende Strukturreformen werde sich die Wohnungsnot in den Städten noch über Jahre fortsetzen.

Die Bauwirtschaft kämpft weiterhin mit hohen Zinsen, steigenden Materialkosten und Fachkräftemangel. Viele Projekte liegen auf Eis, weil sie sich wirtschaftlich kaum rechnen. Währenddessen steigt die Nachfrage nach Wohnraum – insbesondere durch Zuzug in die Städte und eine wachsende Zahl von Einpersonenhaushalten.

Ökonomen gehen davon aus, dass sich der Trend steigender Preise fortsetzen könnte, sollte die Europäische Zentralbank ihre Zinssenkungspolitik weiter fortführen. Für viele Wohnungssuchende dürfte das allerdings bedeuten: Wohnen bleibt knapp – und teuer.

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