Dark Mode Light Mode

1,5 Grad

thophilong (CC0), Pixabay

Na, wie läuft’s mit dem Weltretten? Laut den neuesten „Emissionspfaden“ (klingt nach Diätplan für die Atmosphäre) müssten wir eigentlich dringend handeln – also so richtig dringend. Denn wenn wir die Erderwärmung auf brave 1,5 Grad begrenzen wollen, dann heißt es jetzt: Runter mit dem CO₂, aber zackig!

Nur dumm, dass wir gerade mit Volldampf in Richtung 2,8 Grad rasen – trotz aller „Maßnahmen“. Aber hey, wenn man alle Versprechungen wirklich einhalten würde, landen wir vielleicht nur bei 1,7 Grad. Klingt doch fast wie ein Erfolg, oder?

Weltgemeinschaft: Alle fünf Jahre ein Update, bitte!

Die Staaten dieser Welt haben sich ja 2015 in Paris darauf geeinigt, die Welt nicht ganz zu garen. Dafür müssen sie regelmäßig neue Klimapläne einreichen. Was drinsteht? Naja, je nachdem, ob man lieber ambitioniert oder bequem ist – und ob gerade Wahlkampf ist.

Der CO₂-Bauch: Viel zu dick

Bis 2030 klafft eine hübsche Emissionslücke von bis zu 27 Gigatonnen CO₂. Aber keine Panik: Wir haben ja noch die Wunderwaffe „Negativemissionen“ – eine Art kosmischer Staubsauger, der alles wieder gut macht. Irgendwann. Vielleicht. Wenn wir Glück haben. Solange keine Kipppunkte überschritten werden. Ups.

„Jedes Zehntelgrad zählt!“ – sagen Forscher, die keiner hören will

Natürlich warnen Experten wie Karl Steininger oder Daniel Huppmann brav vor den katastrophalen Folgen. Aber hey, wir haben gerade ganz andere Probleme, wie billige Flüge, SUVs mit Massagesitzen und den nächsten „Black Friday“.

Hoffnungsschimmer: Die Erneuerbaren holen auf

Aber es gibt Lichtblicke! Die Erneuerbaren wachsen – nicht etwa aus moralischer Einsicht, sondern weil sie endlich günstiger sind als Öl und Gas. Kapitalismus regelt.

Und ja, das Pariser Klimaabkommen war zumindest ein guter Anlass für Konzerne, sich ein grünes Feigenblatt umzuhängen. Schließlich sieht „klimaneutral bis 2050“ super aus auf der Verpackung, solange niemand nachrechnet.

Fazit: Welt retten? Vielleicht später.

Bis zur Klimakonferenz in Brasilien nächste Woche wird wieder verhandelt, gestritten und jede Menge CO₂ in Konferenzhotels ausgeatmet. Aber keine Sorge: Die Emissionspfade zeigen den Weg. Jetzt muss nur noch jemand den Motor abstellen.

Kommentar hinzufügen Kommentar hinzufügen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Previous Post

„GTA VI“ lässt weiter auf sich warten – Release frühestens Ende 2026

Next Post

Vorläufige Insolvenzverwaltung über den Golfclub Schloss Weitenburg eingeleitet