Der NFL-Spieler Marshawn Kneeland, Defensive End der Dallas Cowboys, ist am Donnerstagmorgen im Alter von nur 24 Jahren verstorben. Wie das Team in einer offiziellen Mitteilung bekannt gab, wird der Vorfall von der Polizei als möglicher Suizid untersucht.
Laut dem texanischen Department of Public Safety (DPS) versuchten Polizisten am Mittwochabend gegen 22:33 Uhr Ortszeit, ein Fahrzeug wegen eines Verkehrsverstoßes anzuhalten. Der Fahrer ignorierte jedoch die Anweisung, woraufhin eine Verfolgung begann, die kurz darauf abgebrochen wurde, als das Fahrzeug außer Sicht geriet.
Wenige Minuten später wurde ein verunglücktes Fahrzeug auf dem Dallas Parkway in Frisco, Texas, entdeckt. Der Fahrer, später als Marshawn Kneeland identifiziert, hatte den Unfallort zu Fuß verlassen. Mit Unterstützung von Drohnen und Spürhunden begann die Polizei umgehend mit der Suche nach ihm.
Laut Funkauszügen, die CNN vorliegen, berichtete Kneelands Freundin gegenüber der Polizei, dass er bewaffnet sei, an psychischen Problemen leide und angekündigt habe, „alles zu beenden“. Die NFL wurde ebenfalls über die Situation informiert, während Kneeland laut Polizei offenbar Abschiedsnachrichten an seine Familie schickte.
Gegen 1:31 Uhr morgens wurde Kneeland leblos mit einer mutmaßlich selbst zugefügten Schusswunde aufgefunden. Die genaue Todesursache soll vom Gerichtsmediziner in Collin County festgestellt werden.
In einem Statement äußerte sich das Team der Dallas Cowboys bestürzt: „Mit großer Trauer geben wir bekannt, dass Marshawn Kneeland heute Morgen tragisch verstorben ist. Er war ein geschätzter Teamkollege und Teil unserer Cowboys-Familie. Unsere Gedanken und Gebete gelten seiner Freundin Catalina und seiner Familie.“
Kneeland befand sich in seiner zweiten Saison bei den Cowboys. In dieser Spielzeit absolvierte er sieben Spiele, erzielte zwölf Tackles und einen Sack. Besonders emotional war sein erster NFL-Touchdown am Montagabend gegen die Arizona Cardinals, als er einen geblockten Punt in der Endzone sicherte.
Zuvor spielte Kneeland für die Western Michigan University. Sein ehemaliger Coach, Lance Taylor, beschrieb ihn als „bemerkenswerten jungen Mann“ mit inspirierender Energie und unvergleichlicher Leidenschaft. Auch sein Agent, Jonathan Perzley, zeigte sich tief erschüttert: „Marshawn hat in jedem Moment alles gegeben. Er war nicht nur mein Klient, sondern auch ein enger Freund.“
Die NFL teilte in den sozialen Medien mit, sie sei „zutiefst traurig über diese tragische Nachricht“ und bat um Rücksichtnahme und Privatsphäre für die Angehörigen.