Ein Drama erschüttert Tierfreunde weltweit: Im Kamo Wildlife Sanctuary im Norden Neuseelands mussten zwei Löwen eingeschläfert werden – und für die verbliebenen fünf Tiere droht das gleiche Schicksal. Grund ist die finanzielle Notlage des Zoos, der nun endgültig seine Tore schließen muss.
Wie die Betreiberin Janette Vallance auf Facebook erklärte, habe es „keine realistische Option“ mehr gegeben, die betagten Tiere weiterhin zu versorgen oder in ein anderes Schutzgebiet zu überführen. Die Löwen seien zwischen 18 und 21 Jahre alt – ein Alter, in dem Transporte und Umsiedlungen für die Raubkatzen kaum noch zumutbar seien.
💔 Wut und Fassungslosigkeit in sozialen Medien
Die Entscheidung löste in sozialen Netzwerken massive Kritik und Trauer aus. Unter den Beiträgen des Zoos sammelten sich hunderte Kommentare von Menschen, die das Vorgehen als „tragisch“, „vermeidbar“ oder gar „verräterisch gegenüber den Tieren“ bezeichneten.
Viele fordern eine Untersuchung, warum keine internationalen Hilfsorganisationen oder Zoos gefunden wurden, die die Tiere hätten aufnehmen können.
🏞️ Einst Symbol für Artenschutz – nun Opfer von Geldmangel
Das Kamo Wildlife Sanctuary war über Jahrzehnte eines der bekanntesten Raubtierzentren Neuseelands. Es wurde ursprünglich gegründet, um Großkatzen aus schlechter Haltung zu retten und ihnen ein sicheres Zuhause zu bieten. Nach dem Tod des früheren Besitzers und Dokumentarfilmers Craig Busch, bekannt aus der TV-Serie The Lion Man, geriet die Einrichtung jedoch in finanzielle Schwierigkeiten.
Zuletzt fehlten die Mittel für Futter, tierärztliche Betreuung und Gehegepflege. Mehrere Förderanträge und Spendenkampagnen blieben erfolglos.
⚖️ Schwierige Entscheidung – ethisches Dilemma für Betreiber
Betreiberin Vallance sprach von einer „herzzerreißenden Entscheidung“, die man nicht leichtfertig getroffen habe. Das Wohl der Tiere habe an erster Stelle gestanden. Da die alternden Löwen medizinische Betreuung und Spezialfutter benötigten, sei eine Weiterführung ohne gesicherte Finanzierung unmöglich gewesen.
Tierschutzorganisationen reagierten mit gemischten Gefühlen. Einige äußerten Verständnis für die schwierige Lage, andere kritisierten, dass nicht rechtzeitig internationale Unterstützung gesucht wurde.
🌍 Ein globales Problem
Der Fall aus Neuseeland wirft ein Schlaglicht auf ein größeres Problem: Zahlreiche Tierparks und Schutzstationen weltweit kämpfen mit Geldmangel, insbesondere seit den Lockdowns der Corona-Pandemie. Sinkende Besucherzahlen und gestiegene Betriebskosten bringen viele Einrichtungen an ihre Grenzen – mit fatalen Folgen für Tiere, die nicht einfach ausgewildert werden können.
🕯️ Fazit: Ein stilles Ende für stolze Tiere
Für die verbliebenen Löwen des Kamo Wildlife Sanctuary könnte die Zeit bald ablaufen. Was einst als Zufluchtsort für gerettete Großkatzen galt, wird nun selbst zum Symbol der Verwundbarkeit moderner Tierhaltung – abhängig von Spenden, Fördergeldern und öffentlicher Aufmerksamkeit.
Der Tod der Löwen bewegt – und erinnert daran, dass Artenschutz nicht nur Mitgefühl, sondern auch dauerhafte Verantwortung bedeutet.