In der Nacht auf Freitag ist in einem Agrarbetrieb in Siedenbollentin ein Schweinestall vollständig abgebrannt. Als die Feuerwehren der umliegenden Gemeinden gegen 2.40 Uhr eintrafen, stand das etwa 60 Meter lange und 30 Meter breite Gebäude bereits in Vollbrand, wie die Polizei mitteilte. Der Stall stürzte in der Folge komplett ein.
Zum Zeitpunkt des Brandes befanden sich rund 70 Schweine im Stall, darunter 66 tragende Sauen. Keines der Tiere überlebte. Menschen wurden nicht verletzt.
Die Flammen drohten zwischenzeitlich auf angrenzende Gebäude überzugreifen, weshalb sämtliche umliegenden Wehren mit einem Großaufgebot anrückten. Eine Halle, die mehrere Gebäude miteinander verbindet, sowie eine Biogas-Heizanlage wurden nach ersten Angaben ebenfalls beschädigt. Der Sachschaden wird von der Polizei auf rund 5,5 Millionen Euro geschätzt.
Zur Brandursache liegen noch keine Erkenntnisse vor. Brandursachenermittler können das Gebäude erst betreten, wenn die Ruine vollständig abgekühlt ist.
Der zerstörte Stall gehört zu einem größeren landwirtschaftlichen Betrieb etwa 20 Kilometer südlich von Alt Tellin – jenem Ort, an dem vor vier Jahren bei einem Großbrand rund 50.000 Sauen und Ferkel ums Leben kamen. Diese frühere Katastrophe war jedoch ein anderer Vorfall und steht nicht in unmittelbarem Zusammenhang mit dem jetzigen Brand.