Aktenzeichen: 3606 IN 5118/25
Die wirtschaftlichen Schwierigkeiten der ZTL Export-Logistik-Service GmbH, mit Sitz in der Bitterfelder Straße 12 in 12681 Berlin, haben zu einem formellen Insolvenzantragsverfahren geführt. Doch statt einer Eröffnung des Insolvenzverfahrens folgte am 21. Oktober 2025 eine ernüchternde Entscheidung des Amtsgerichts Charlottenburg: Der Antrag einer Gläubigerin auf Eröffnung des Verfahrens wurde mangels Masse abgewiesen.
Die im Handelsregister unter HRB 148976 geführte Gesellschaft, vertreten durch Geschäftsführer Yury Surkanov, sieht sich damit einem besonders gravierenden Schritt gegenüber. Die Abweisung mangels Masse nach § 26 der Insolvenzordnung bedeutet, dass nicht einmal genügend Mittel vorhanden sind, um die Kosten eines Verfahrens zu tragen. Damit entfällt jede Aussicht auf eine geordnete Insolvenzabwicklung. Für Gläubiger stellt dieser Beschluss in der Regel einen Totalverlust ihrer Forderungen dar.
Trotz der Schwere des Beschlusses bleibt ein Rechtsmittelweg offen. Innerhalb einer Notfrist von zwei Wochen kann beim Amtsgericht Charlottenburg Beschwerde gegen die Entscheidung eingelegt werden. Maßgeblich für den Fristbeginn ist entweder die Verkündung, die Zustellung oder die öffentliche Bekanntmachung der Entscheidung – je nachdem, welches Ereignis zuerst eintritt.
Die Beschwerde ist schriftlich einzureichen oder zur Niederschrift bei der Geschäftsstelle des Gerichts zu erklären. Eine anwaltliche Vertretung ist nicht zwingend erforderlich, jedoch muss das Dokument von der beschwerdeführenden Person oder einem Bevollmächtigten unterzeichnet sein. Für professionelle Verfahrensbeteiligte wie Rechtsanwälte, Notare, Behörden oder juristische Personen des öffentlichen Rechts ist die elektronische Einreichung obligatorisch, versehen mit qualifizierter elektronischer Signatur oder über sichere Übermittlungswege.
Mit der Entscheidung über die Abweisung des Insolvenzantrags endet für die ZTL Export-Logistik-Service GmbH ein letzter Hoffnungsschimmer auf einen strukturierten Neuanfang. Die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft lässt keine geregelte Abwicklung mehr zu – ein dramatisches Kapitel für ein Unternehmen aus der Berliner Logistikbranche.