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Trump zieht die Zollschraube an – neue Importabgaben auf Holz und Möbel

bedrck (CC0), Pixabay

US-Präsident Donald Trump sorgt erneut für Aufsehen auf dem Weltmarkt: Mit einem Federstrich verhängt er neue Zölle auf Holz, Möbel und Einrichtungsprodukte – und setzt damit ein weiteres Zeichen seiner „America First“-Agenda.

Wie das Weiße Haus am Montagabend bekanntgab, sollen ab dem 14. Oktober auf Schnittholz künftig zehn Prozent Zoll fällig werden. Für Küchenkästen, Waschtische und gepolsterte Holzmöbel wird es teurer: 25 Prozent Einfuhrabgaben sollen ausländische Hersteller treffen.

Doch damit nicht genug – Trumps Regierung denkt langfristig. Bereits zum 1. Januar werden die Zollsätze nochmals angehoben: Länder ohne Handelsabkommen mit den USA müssen dann bis zu 50 Prozent Einfuhrsteuer auf bestimmte Holzprodukte zahlen. Besonders Möbelimporteure dürften das deutlich spüren.

Für Handelspartner wie Japan und die Europäische Union zeigt sich die US-Regierung dagegen milder gestimmt. Hier sollen die Zölle „nur“ bis maximal 15 Prozent betragen – ein Schritt, den Beobachter als Versuch deuten, diplomatische Spannungen zu vermeiden, während der wirtschaftliche Druck auf Schwellenländer zunimmt.

Offizielle Begründung: Schutz amerikanischer Jobs

Laut Washington sollen die Maßnahmen die US-Holzindustrie stärken und amerikanische Arbeitsplätze sichern. Branchenverbände begrüßten den Schritt teilweise, sehen darin eine Chance für mehr Investitionen im Inland.

Wirtschaftsexperten warnen jedoch vor einem Bumerang-Effekt: Höhere Importkosten könnten Preisanstiege für Verbraucher zur Folge haben – vor allem in einem ohnehin angespannten Immobilien- und Möbelmarkt. Zudem drohen Vergeltungsmaßnahmen anderer Länder, die den Handelskonflikt weiter anheizen könnten.

Kritik an Trumps Wirtschaftspolitik

Kritiker werfen Trump vor, mit seiner Zollpolitik die internationale Wettbewerbsfähigkeit der USA aufs Spiel zu setzen. „Jede Zollrunde schadet letztlich dem amerikanischen Verbraucher“, so ein Analyst in Washington. Während die Regierung die Maßnahmen als Sieg für die heimische Wirtschaft verkauft, sehen viele darin vor allem Wahlkampfgetöse und Symbolpolitik.

Ob die Zölle tatsächlich Arbeitsplätze sichern – oder nur die Preise in US-Baumärkten nach oben treiben –, wird sich erst in den kommenden Monaten zeigen. Fest steht: Trumps Zollpolitik bleibt ein Risiko für den globalen Handel, das vor allem dort Verunsicherung stiftet, wo eigentlich Planungssicherheit gefragt wäre.

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