Aktenzeichen: 1 IN 65/25 – Amtsgericht Schwarzenbek
Am 22. September 2025 traf das Amtsgericht Schwarzenbek eine klare Entscheidung im Insolvenzverfahren über das Vermögen der Elbe 360 GmbH, mit Sitz im Escheburger Weg 43, 21039 Escheburg, vertreten durch die Geschäftsführer Tino Jahnke und Michael Säumenicht. Die Gesellschaft ist im Handelsregister des Amtsgerichts Lübeck unter der HRB 20214 HL eingetragen.
Die Elbe 360 GmbH hatte beim zuständigen Insolvenzgericht einen Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens über ihr eigenes Vermögen gestellt. Nach Prüfung der Unterlagen kam das Gericht zu dem ernüchternden Ergebnis: Eine Durchführung des Verfahrens scheitert an der fehlenden Masse. Es stehen somit keine ausreichenden Mittel zur Verfügung, um auch nur die voraussichtlichen Kosten eines Insolvenzverfahrens zu decken – ein Schicksal, das vielen wirtschaftlich schwer angeschlagenen Unternehmen droht.
Aus diesem Grund wurde der Antrag gemäß § 26 Abs. 1 Insolvenzordnung (InsO) mangels Masse abgewiesen. Diese Entscheidung bedeutet, dass kein reguläres Insolvenzverfahren eröffnet wird. Die Elbe 360 GmbH bleibt somit aufgelöst – jedoch ohne geordnetes Verfahren zur Verwertung und Verteilung des vorhandenen Vermögens.
In rechtlicher Hinsicht bleibt die Tür für eine sofortige Beschwerde gegen diesen Beschluss offen. Die Notfrist beträgt zwei Wochen und beginnt mit der Verkündung, Zustellung oder öffentlichen Bekanntmachung der Entscheidung – je nachdem, welches Ereignis zuerst eintritt. Die Beschwerde ist beim Amtsgericht Schwarzenbek, Möllner Straße 20, 21493 Schwarzenbek einzulegen.
Ob die Geschäftsführer oder Gläubiger diesen Schritt ergreifen werden, bleibt abzuwarten. Fakt ist jedoch: Die Elbe 360 GmbH ist damit zunächst wirtschaftlich handlungsunfähig – ein weiterer Fall im Schatten der zunehmenden Insolvenzmeldungen kleinerer Unternehmen in Deutschland.
Amtsgericht Schwarzenbek – 22.09.2025