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Windpark Thonberg Nr. 19: Solide Eigenkapitalbasis, aber hohe Rückstellungen drücken auf die Bilanz

geralt (CC0), Pixabay

Die Gesellschaft präsentiert sich 2024 mit stabilen Eigenmitteln und einem deutlichen Liquiditätspolster. Gleichzeitig fallen die hohen Rückstellungen für den anstehenden Rückbau der Windkraftanlagen ins Gewicht. Für Anleger ergibt sich ein Bild mit soliden Strukturen, aber begrenztem finanziellen Spielraum.

Aktiva: Kaum Anlagevermögen, Fokus auf Liquidität

Die Bilanzsumme beträgt rund 395.000 Euro (Vorjahr: 402.000 Euro) und ist damit weitgehend stabil.

  • Sachanlagen: nur noch 31.382 Euro – diese Werte sind sehr niedrig und unterstreichen die fortgeschrittene Abschreibung der Anlagen.

  • Forderungen: 35.411 Euro, deutlich rückläufig (Vorjahr: 70.663 Euro).

  • Bankguthaben: 313.189 Euro (Vorjahr: 285.490 Euro), das ist positiv und zeigt solide kurzfristige Liquidität.

  • Rechnungsabgrenzung: 15.185 Euro – gering, aber stabil.

Eigenkapital: Leichte Stärkung

Das Eigenkapital steigt auf 146.921 Euro (Vorjahr: 133.371 Euro). Damit beträgt die Eigenkapitalquote knapp 37 %, ein ordentlicher Wert. Anleger können hier von einer gewissen Stabilität ausgehen.

Rückstellungen: Schwergewicht der Bilanz

Die Rückstellungen belaufen sich auf 220.808 Euro (Vorjahr: 254.327 Euro). Hauptgrund: die Rückbauverpflichtung für die Windkraftanlagen im Jahr 2026. Der bilanziell angesetzte Wert (215.393 Euro) zeigt, dass diese Kosten das finanzielle Rückgrat der Gesellschaft stark belasten werden.

Verbindlichkeiten: Leicht gestiegen, aber überschaubar

Die Verbindlichkeiten liegen bei 27.438 Euro (Vorjahr: 14.227 Euro). Das Niveau ist niedrig, allerdings entfallen 2.438 Euro direkt auf Gesellschafterverbindlichkeiten. Die Fremdfinanzierung ist daher minimal, aber nicht ganz unabhängig.

Management und Struktur

Geführt wird die Gesellschaft von Carsten Meyer und seit Juni 2024 auch von Luise Laß. Persönlich haftende Gesellschafterin ist die Energieanlagen Management GmbH, Bremen.

Anlegerfazit

  • Stärken:

    • Sehr gutes Liquiditätspolster durch Bankguthaben.

    • Eigenkapitalquote mit knapp 37 % stabil.

    • Geringe externe Verschuldung.

  • Risiken:

    • Rückbaukosten in 2026 (rd. 241 TEUR) sind ein erhebliches Risiko und können die Liquidität stark schmälern.

    • Kaum nennenswertes Anlagevermögen, wodurch Substanzwert gering ist.

    • Hohe Abhängigkeit vom Liquiditätspolster für künftige Verpflichtungen.

Gesamturteil:
Die Gesellschaft ist solide finanziert und hat ausreichend Liquidität, um kurzfristige Verpflichtungen zu decken. Für Anleger bleibt aber die Frage offen, wie sich die hohen Rückbaukosten 2026 auf Ausschüttungen und künftige Renditen auswirken werden. Hier ist Vorsicht geboten – die Substanz des Windparks ist bereits weitgehend abgeschrieben.

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