Gute Nachrichten für rund 650.000 Leiharbeiterinnen und Leiharbeiter in Deutschland: Ihre Löhne steigen ab 2026 schrittweise um insgesamt neun Prozent. Darauf haben sich der Gesamtverband der Personaldienstleister (GVP) und die DGB-Tarifgemeinschaft Leiharbeit in einem neuen Tarifvertrag geeinigt.
Der Vertrag tritt im Oktober 2025 in Kraft und hat eine Laufzeit von zwei Jahren. Nach Angaben der Gewerkschaften gilt er für über 90 Prozent der Beschäftigten in der Branche – also für den weit überwiegenden Teil der Leiharbeitskräfte in Deutschland.
Drei Stufen, mehr Planungssicherheit
Die Entgeltsteigerungen erfolgen in drei Stufen, wobei die erste bereits Anfang 2026 greifen soll. Die genaue Staffelung und die konkreten Erhöhungsbeträge werden in den kommenden Wochen veröffentlicht. Für die Beschäftigten bedeutet der Abschluss mehr Planungssicherheit und einen spürbaren Ausgleich angesichts der zuletzt gestiegenen Lebenshaltungskosten.
Signal für Anerkennung und Stabilität
Gewerkschaften und Arbeitgeberverbände bewerten den Abschluss als wichtigen Schritt für faire Arbeitsbedingungen in einem oft prekären Beschäftigungsbereich. „Leiharbeiter leisten einen wichtigen Beitrag zur Wirtschaft – diese Arbeit muss gerecht entlohnt werden“, so ein Sprecher der DGB-Tarifgemeinschaft.
Auch auf politischer Ebene wird der neue Tarifvertrag als Signal für soziale Stabilität gewertet – gerade in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheiten und Fachkräftemangel. Ob die Einigung auch Impulse für weitere Branchenverhandlungen gibt, bleibt abzuwarten. Sicher ist: Leiharbeit wird damit ein Stück fairer entlohnt.