Das private Bahnunternehmen Flixtrain will sein Angebot im deutschen Schienenverkehr attraktiver machen und weitet die Zusammenarbeit mit Regionalbahnen aus. Künftig können Reisende Kombi-Tickets für rund 1.000 Städte buchen – das sind etwa 400 Ziele mehr als bisher, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte.
Ein Ticket für Fern- und Regionalzug
Das neue System funktioniert nach dem Prinzip: ein Ticket, mehrere Züge. Fahrgäste können nicht nur ihre Reise im grünen Fernzug von Flixtrain buchen, sondern gleichzeitig den Anschluss mit einem Regionalzug eines Partners im Deutschlandtarifverbund (DTV). Damit entfällt der Umweg, für Fern- und Regionalstrecke getrennte Tickets zu kaufen.
Preisvorteile für Fahrgäste
Nach Angaben von Flixtrain lohnt sich die Buchung auch finanziell. Wer Fern- und Regionalticket einzeln kauft, zahlt meist mehr. Das Kombi-Angebot soll daher einen spürbaren Preisvorteil bringen. Gleichzeitig hebt das Unternehmen hervor, dass man sich damit stärker als preisgünstige Alternative zur Deutschen Bahn positioniere.
Wettbewerb im Bahnmarkt
Mit diesem Schritt verschärft sich der Wettbewerb im deutschen Bahnverkehr. Die Deutsche Bahn bietet mit ihren „City-Tickets“ und dem bundesweiten Anschluss an den Regionalverkehr bereits seit Jahren vergleichbare Lösungen an. Flixtrain versucht nun, mit einem ähnlichen, aber preislich oft günstigeren Modell zu punkten – und gezielt Kundinnen und Kunden anzusprechen, die auf den Preis achten, aber dennoch unkompliziert reisen wollen.
Komfort vs. Risiken
Während Flixtrain mit niedrigen Preisen und nun auch besseren Anschlussmöglichkeiten wirbt, gibt es für Fahrgäste auch Punkte, die kritisch zu sehen sind:
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Verspätungen: Wenn der Flixtrain sich verspätet, ist nicht immer garantiert, dass der Anschluss im Regionalverkehr erreicht wird. Kulanzregelungen können von Partner zu Partner unterschiedlich sein.
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Service und Infrastruktur: Im Vergleich zur Deutschen Bahn sind Serviceangebote wie Bordgastronomie oder engmaschige Fahrpläne bei Flixtrain deutlich eingeschränkter.
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Streckennetz: Flixtrain bedient nach wie vor nur bestimmte Korridore. Durch die Kombi-Tickets steigt zwar die Reichweite, aber nicht überall ist das Angebot gleich gut nutzbar.
Signal an Politik und Kunden
Die Ausweitung der Kombi-Tickets zeigt, dass Flixtrain sein Geschäftsmodell stärker auf Vernetzung im gesamten Bahnmarkt ausrichtet. Für die Politik ist das ein Signal: Mehr Wettbewerb auf der Schiene ist möglich – und kann für Fahrgäste Preisvorteile schaffen. Für die Kundinnen und Kunden bedeutet es: Bahnfahren wird flexibler, solange man sich bewusst ist, dass Service und Zuverlässigkeit variieren können.