Der US-Elektroautobauer Tesla erweitert seine Präsenz in Deutschland: In Berlin-Köpenick entsteht ein neues europäisches Entwicklungszentrum. Nach Angaben von Tesla-Manager Lars Moravy soll der Standort künftig eine zentrale Rolle in der Materialforschung sowie bei der Fahrzeug- und Antriebsentwicklung spielen.
Alte Fabrikanlage wird modernisiert
Für das Projekt nutzt Tesla eine bestehende Fabrikanlage mit einer Fläche von rund 20.000 Quadratmetern, die umfassend renoviert wird. Der Schritt zeigt, dass Tesla nicht nur auf seine Produktionsstätte in Grünheide setzt, sondern auch die Forschungs- und Entwicklungsarbeit stärker in Deutschland bündeln möchte.
Personal aus Grünheide zieht um
Zunächst sollen rund 130 Ingenieurinnen und Ingenieure nach Köpenick wechseln, die bisher im Werk Grünheide oder an kleineren Standorten tätig waren. Mittelfristig ist geplant, die Belegschaft auf etwa 250 Beschäftigte aufzustocken. Damit schafft Tesla nicht nur neue Arbeitsplätze, sondern positioniert sich auch im internationalen Wettbewerb um Fachkräfte.
Bedeutung für Tesla in Europa
Mit dem Entwicklungszentrum baut Tesla seine europäische Innovationsbasis aus. Während Grünheide vor allem als Produktionsstandort im Fokus steht, soll in Köpenick verstärkt an neuen Materialien, effizienteren Antrieben und zukünftigen Fahrzeugmodellen gearbeitet werden. Damit rückt Berlin als Technologie-Hub für Tesla noch stärker ins Zentrum.
Einordnung
Für die deutsche Hauptstadt bedeutet die Ansiedlung eine weitere Stärkung als Standort für Hightech-Industrien. Gleichzeitig könnte Tesla mit dem Ausbau in Forschung und Entwicklung seine Unabhängigkeit von Zulieferern vergrößern und Innovationen schneller in die Serienproduktion bringen.