Der Jahresabschluss 2024 des KNE Windparks Nr. 5 zeigt eine deutliche Bilanzschwächung. Die Bilanzsumme sank von 6,96 Mio. € auf 6,07 Mio. €, was vor allem auf Abschreibungen im Anlagevermögen sowie den Abbau von Liquidität zurückzuführen ist. Das Guthaben bei Kreditinstituten verringerte sich von 894 T€ auf 635 T€.
Das Eigenkapital blieb unverändert bei lediglich 304 T€, was einer sehr niedrigen Eigenkapitalquote von nur rund 5 % entspricht. Die Gesellschaft ist damit hochgradig fremdfinanziert: Die Verbindlichkeiten belaufen sich auf 5,46 Mio. € (Vorjahr: 6,37 Mio. €). Auffällig ist, dass davon allein 3,9 Mio. € langfristig (>5 Jahre) laufen und 3,5 Mio. € durch Pfandrechte abgesichert sind. Zudem bestehen Gesellschafterdarlehen in Höhe von 1,35 Mio. €, die eine gewisse Flexibilität verschaffen, gleichzeitig aber die Abhängigkeit von den Eigentümern erhöhen.
Die Rückstellungen sind moderat (305 T€), was vor allem Steuer- und sonstige Verpflichtungen betrifft. Positiv fällt auf, dass die Verbindlichkeiten insgesamt um knapp 913 T€ reduziert wurden – ein Zeichen für Tilgungsfortschritte. Dennoch bleibt die Verschuldung im Verhältnis zum geringen Eigenkapital sehr hoch.
Kritische Punkte für Anleger:
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Die extrem niedrige Eigenkapitalquote birgt ein erhebliches Insolvenzrisiko, da das Unternehmen stark vom Fremdkapital abhängig ist.
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Die Liquidität ist zwar noch vorhanden, hat sich aber reduziert, wodurch die Flexibilität im laufenden Betrieb eingeschränkt sein könnte.
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Ein Großteil der Schulden ist langfristig gebunden, was die finanzielle Beweglichkeit zusätzlich limitiert.
Positiv:
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Tilgung der Verbindlichkeiten im Jahresvergleich.
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Anlagevermögen (4,6 Mio. €) bildet eine solide Grundlage und unterstreicht die werthaltige Substanz.
Fazit:
Der KNE Windpark Nr. 5 zeigt eine angespannte Eigenkapitalstruktur mit hoher Fremdfinanzierung und deutlichen Abhängigkeiten von langfristigen Bankverbindlichkeiten sowie Gesellschafterdarlehen. Zwar konnten Schulden abgebaut werden, doch bleibt das Risiko für Anleger hoch, da Verluste kaum durch Eigenmittel abgefedert werden könnten. Die Substanz im Anlagevermögen ist gegeben, doch ein nachhaltiger Wertzuwachs hängt stark von stabilen Stromerlösen und solider Kostenkontrolle ab.