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Rückläufige Umsätze, sinkende Gewinne – Windpark Lindendorf 3 & 5 bleibt solide, aber mit Bremsspuren

geralt (CC0), Pixabay

Aus Anlegersicht zeigt der Jahresabschluss 2024 ein gemischtes Bild: Auf der einen Seite bleibt die Gesellschaft solide kapitalisiert und mit einem Eigenkapital von über 3,4 Mio. Euro vergleichsweise stabil. Auf der anderen Seite fällt ins Auge, dass die Umsatzerlöse mit rund 633 TEUR deutlich unter dem Vorjahreswert (828 TEUR) liegen – ein Minus von fast 25 Prozent. Das deutet auf schwächere Stromproduktion, geringere Vergütungssätze oder weniger günstige Marktbedingungen hin.

Der Jahresüberschuss ist mit knapp 53 TEUR deutlich geringer als im Vorjahr (182 TEUR). Hier spielen gleich mehrere Faktoren eine Rolle:

  • Höhere Belastungen durch Abschreibungen (rund 249 TEUR, konstant zum Vorjahr), die zeigen, dass die Anlagen Substanz kosten, ohne dass die Erträge in gleichem Maß steigen.

  • Sonstige betriebliche Aufwendungen bleiben mit ca. 252 TEUR konstant hoch und binden einen erheblichen Teil der Einnahmen.

  • Zinsaufwendungen von 72 TEUR belasten zusätzlich, auch wenn sie im Vergleich zum Vorjahr leicht gesunken sind.

Positiv hervorzuheben: Die Verbindlichkeiten gegenüber Banken wurden reduziert – von rund 1,6 Mio. Euro auf gut 1,0 Mio. Euro. Das spricht für einen laufenden Schuldenabbau. Dennoch bleibt der Windpark durch besicherte Kredite eng an Banken gebunden. Die Liquidität ist mit über 1,1 Mio. Euro Guthaben komfortabel, aber im Vergleich zum Vorjahr (1,5 Mio. Euro) rückläufig.

Für Anleger bedeutet das:

  • Stabilität ist vorhanden, Eigenkapitalquote über 60 % ist ein positives Signal.

  • Die Ertragskraft ist rückläufig, was bei längerfristig hohen Abschreibungen und sinkenden Einnahmen ein Risiko für künftige Ausschüttungen darstellt.

  • Schuldenabbau läuft, aber gleichzeitig bleiben Abhängigkeiten durch Service- und Wartungsverträge sowie Pachtzahlungen bestehen.

Insgesamt ein solides, aber schwächeres Jahr für den Windpark – Anleger sollten die Entwicklung der Stromerträge und Kostenstruktur im Blick behalten, da die Gewinnmargen erkennbar schrumpfen.

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