Mit dem Start in den September treten gleich mehrere Neuerungen in Kraft, die den Alltag vieler Bürgerinnen und Bürger betreffen. Besonders im Fokus steht dabei der Schutz persönlicher Daten. Aber auch große Unternehmen wie Microsoft reagieren auf neue EU-Vorgaben. Und: In München beginnt die wohl bekannteste Volksfest-Saison der Welt.
EU-Data Act stärkt Rechte der Verbraucher
Am 12. September tritt der neue „Data Act“ der Europäischen Union in Kraft. Ziel des Gesetzes ist es, die Kontrolle über persönliche Nutzungsdaten stärker in die Hände der Verbraucher zu legen.
Kernpunkte:
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Selbstbestimmung über Daten: Nutzer entscheiden künftig, welche Daten gesammelt, weitergegeben oder gelöscht werden.
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Wechsel erleichtert: Wer etwa einen Fitnesstracker oder eine Smartwatch nutzt, soll die erhobenen Daten unkompliziert an neue Anbieter übertragen können – kostenlos und möglichst in Echtzeit.
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Faire Märkte: Nicht mehr allein die Hersteller kontrollieren den Zugang zu Daten, sondern es soll Wettbewerb zwischen verschiedenen Software-Anbietern entstehen.
Beispiel aus dem Alltag
Ein Besitzer eines vernetzten Staubsaugerroboters könnte seine Daten künftig direkt zu einem alternativen Anbieter übertragen, ohne auf den bisherigen Hersteller angewiesen zu sein. Auch in der Automobilbranche könnte das neue Regelwerk Folgen haben: Fahrer sollen entscheiden können, welche Dienste ihre Fahrzeugdaten nutzen dürfen.
Offene Fragen
Unklar ist bislang, welche Behörden in Deutschland konkret für die Durchsetzung zuständig sein werden. Zudem gibt es Befürchtungen, dass Unternehmen Schlupflöcher nutzen könnten – etwa indem sie Rabatte an zusätzliche Datenfreigaben koppeln oder Tarife nur für Nutzer anbieten, die ihr Verhalten tracken lassen.
Microsoft reagiert auf EU-Vorgaben
Der US-Technologiekonzern Microsoft hat als Reaktion auf den Data Act seine Nutzungsbedingungen überarbeitet. Der neue Microsoft-Servicevertrag enthält unter anderem folgende Änderungen:
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KI-Dienste wie Chatbots dürfen nicht als Ersatz für professionellen Rat ausgegeben werden.
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Die Nutzung von Microsoft-KI zur Entwicklung oder zum Training anderer KI-Systeme ist untersagt.
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Die Extraktion von Daten aus KI-Diensten wird ausdrücklich verboten.
Damit reagiert Microsoft auf die wachsende Bedeutung von künstlicher Intelligenz und die Anforderungen des europäischen Verbraucherschutzes.
Ein weiteres September-Highlight: Wiesnstart
Neben politischen und technologischen Neuerungen hat der September auch kulturell viel zu bieten. In München beginnt das Oktoberfest, das größte Volksfest der Welt. Millionen Besucherinnen und Besucher aus aller Welt reisen zur Theresienwiese, um bayerische Tradition, Musik, Trachten und natürlich Bier zu feiern.
Fazit
Der September bringt sowohl mehr Schutz für Verbraucherinnen und Verbraucher im digitalen Raum als auch sichtbare Veränderungen bei internationalen Tech-Konzernen. Gleichzeitig zeigt er, dass sich Politik, Wirtschaft und Gesellschaft auf ganz unterschiedlichen Ebenen verändern – von den Datenrechten in Brüssel bis zur Bierzeltstimmung in München.