Die Pariserinnen und Pariser haben die neue Attraktion ihrer Stadt begeistert angenommen: Seit der Eröffnung vor sieben Wochen haben bereits mehr als 80.000 Menschen in den neu geschaffenen Freibädern der Seine gebadet. Das teilte die Stadtverwaltung mit.
Historische Wende
Über ein Jahrhundert lang war das Schwimmen in der Seine aus hygienischen Gründen strikt verboten. Erst durch massive Investitionen im Vorfeld der Olympischen Spiele wurde der Fluss wieder für Badegäste zugänglich gemacht. Insgesamt flossen 1,4 Milliarden Euro in den Ausbau von Kläranlagen und Abwassersystemen, um die Wasserqualität dauerhaft auf ein sicheres Niveau zu bringen.
Drei neue Schwimmstätten
Die Stadt eröffnete entlang der Seine drei frei zugängliche Badestellen, die ohne Eintritt genutzt werden können. Sie sollen nicht nur während der Olympischen Spiele, sondern auch langfristig das Freizeitangebot für die Bevölkerung bereichern.
Symbolcharakter für die Stadt
Die Wiedereröffnung der Seine als Badeort gilt als ein Prestigeprojekt für Paris: Zum einen steht sie für eine nachhaltige Stadtentwicklung und bessere Wasserqualität, zum anderen für eine stärkere Nutzung öffentlicher Räume im urbanen Alltag. Gleichzeitig knüpft die Stadt an historische Traditionen an – denn im 19. Jahrhundert war das Schwimmen im Fluss weit verbreitet.
Ausblick
Sollte sich das Projekt dauerhaft bewähren, könnte Paris damit auch anderen europäischen Metropolen als Vorbild dienen, ihre Flüsse stärker für Freizeit und Naherholung zu öffnen. Schon jetzt gilt das Vorhaben als eine der sichtbarsten Hinterlassenschaften der Olympischen Spiele in der französischen Hauptstadt.