Vor der Südspitze Südamerikas hat sich ein starkes Erdbeben ereignet. Nach Angaben der US-Erdbebenwarte (USGS) erreichte es eine Stärke von 7,5 auf der Richterskala. Das Beben ereignete sich in der Drake Passage, der Meeresstraße zwischen Südamerika und der Antarktis.
Lage des Epizentrums
Das Epizentrum lag rund 710 Kilometer südlich von Ushuaia, der südlichsten Stadt Argentiniens. Die Tiefe des Bebens wurde mit knapp elf Kilometern angegeben. Aufgrund der Lage im Meer bestand zunächst die Befürchtung, dass ein Tsunami ausgelöst werden könnte.
Tsunami-Warnung wieder aufgehoben
Das US-amerikanische Tsunami-Warnzentrum gab kurzzeitig eine Tsunami-Warnung für Küstengebiete in der Region aus. Nach eingehender Überprüfung wurde diese jedoch wieder aufgehoben. Hinweise auf größere Wellen oder Schäden an den Küsten lagen zunächst nicht vor.
Auswirkungen noch unklar
Da sich das Erdbeben in einem abgelegenen Seegebiet ereignete, gibt es bislang keine Berichte über Schäden oder Verletzte. In bewohnten Gebieten wie Ushuaia oder Punta Arenas in Chile könnte das Beben jedoch spürbar gewesen sein.
Geologischer Hintergrund
Die Region rund um die Drake Passage gilt als geologisch aktiv. Dort stoßen mehrere tektonische Platten aufeinander, was immer wieder zu Erdbeben führt. Starke Beben in dieser Zone sind zwar selten, aber aufgrund der Plattenbewegungen grundsätzlich möglich.
Ausblick
Experten beobachten die Lage weiterhin, um mögliche Nachbeben oder indirekte Folgen einzuschätzen. Für die Bevölkerung an den Küsten Südamerikas oder der Antarktis besteht nach derzeitigen Informationen keine akute Gefahr.