In Kroatien sorgt ein weiterer Fall mutmaßlicher Abzocke durch ein Taxiunternehmen für Aufsehen. Nach Medienberichten entdeckte eine Touristin nach ihrer Heimreise, dass ihr für eine Fahrt von lediglich 1,5 Kilometern in der Hauptstadt Zagreb ein Betrag von 1.506 Euro von ihrem Konto abgebucht worden war.
Ein Teil der Summe wurde der Frau später zwar zurückerstattet, doch der Vorfall wirft erneut ein Schlaglicht auf fragwürdige Praktiken einzelner Fahrer.
Ermittlungen wegen Steuerhinterziehung
Die Behörden leiteten Ermittlungen gegen den betreffenden Fahrer ein – allerdings nicht wegen des überhöhten Fahrpreises. Stattdessen wird ihm Steuerhinterziehung vorgeworfen, da er für die Fahrt keine Quittung ausgestellt haben soll. Der Preis selbst ist nicht Gegenstand der Ermittlungen, da in Kroatien Taxi-Preise nicht gesetzlich reguliert sind.
Das bedeutet: Solange die Zahlung freiwillig erfolgt oder vom Fahrgast akzeptiert wird, haben die Behörden kaum rechtliche Handhabe, gegen überteuerte Fahrten vorzugehen.
Wiederkehrendes Problem
Immer wieder berichten Touristen in Kroatien von unverhältnismäßig teuren Taxi-Fahrten, insbesondere in beliebten Urlaubsorten oder in Flughafennähe. Reiseexperten raten daher, vor Fahrtantritt den ungefähren Preis zu erfragen, auf ein offiziell registriertes Taxi zu achten oder Fahrdienste mit transparenten Tarifen und Quittungsfunktion zu nutzen.
Politische Diskussion über Regulierung
Der Fall aus Zagreb hat eine Debatte ausgelöst, ob Taxi-Preise in Kroatien künftig gesetzlich gedeckelt oder zumindest stärker kontrolliert werden sollten. Kritiker befürchten, dass solche Vorfälle den Ruf des Landes als Reiseziel schädigen könnten – gerade, da Kroatien vom Tourismus in erheblichem Maße profitiert.
Wir haben für die Fahrt von rund 7 km 3 vrschiedene Tarife bezahlt: Vom Hotel bestelltes Taxi 18 Euro, Rückfahrt auf eigene Faust 32 Euro, absolute Abzoge bei der nächsen Taxifahrt 50 Euro. Letzterer machte geltend, dass dies ein privater Taxianbieter wäre.