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Ein Monat bis zum Oktoberfest: München rüstet sich für das größte Volksfest der Welt

inspirator (CC0), Pixabay

In genau einem Monat heißt es wieder „O’zapft is“ – dann wird Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) am 20. September um Punkt 12 Uhr das erste Fass auf der Theresienwiese anstechen und damit das Oktoberfest 2025 eröffnen. Bis zum 5. Oktober verwandelt sich München in die Festmetropole, auf die nicht nur Einheimische, sondern auch Millionen Gäste aus aller Welt blicken. Schon jetzt ist die Vorfreude riesig – und die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren.

Aufbau und Organisation im Endspurt
Das Areal gleicht derzeit einer Großbaustelle: Während die großen Festzelte bereits stehen, wird im Inneren noch kräftig gearbeitet. Küchen, Schänken, Bühnen und Böden werden eingerichtet, bevor in den nächsten Wochen die Dekoration folgt. Fahrgeschäfte werden ab Ende August aufgebaut. Auch die logistischen Feinheiten, von Speisekarten über Sicherheitskonzepte bis hin zur Organisation der Lieferungen, sind in vollem Gange.

Preise steigen – Bier reift im Lager
Die Gäste müssen sich auf höhere Kosten einstellen: Bier und Speisen sollen um rund drei bis vier Prozent teurer werden, kündigte der Sprecher der Wiesnwirte, Peter Inselkammer, an. Das Bier selbst ist bereits gebraut, befindet sich aber noch in der wichtigen Reifephase. „Jetzt können wir nichts mehr besser machen – wir könnten es höchstens schlechter machen, wenn wir das Kühlen aufhören würden“, erklärt Rolf Dummert, technischer Betriebsleiter der Hofbräu-Brauerei. Erst kurz vor dem Anstich wird das Festbier ausgeliefert.

Reservierungen heiß begehrt
Für spontane Besucher wird es zunehmend eng: Vor allem die Abendtermine und die Wochenenden in den Festzelten sind bereits ausgebucht. Wer jetzt noch hofft, einen Tisch zu reservieren, muss flexibel sein. Wer früh dran war, bekommt in diesen Tagen die dazugehörigen Gutscheine zugesandt.

Arbeitsplätze diesmal kein Engpass
Ein Problem, das die Wiesn unmittelbar nach der Corona-Pandemie stark belastete, scheint dieses Jahr überwunden: der Personalmangel. Laut Inselkammer sind Service- und Küchenteams in den meisten Zelten gut besetzt. „Die Leute wollen arbeiten“, so der Wirtesprecher.

Ganz München im Wiesn-Fieber
Nicht nur auf der Theresienwiese, auch in der Stadt steigt die Feststimmung. In Schaufenstern dominieren Dirndl, Lederhosen und Wiesn-Accessoires. Souvenirläden locken mit Lebkuchenherzen und Bierkrug-Artikeln. Der offizielle Wiesnkrug 2025 soll wie üblich Ende August oder Anfang September in den Handel kommen.

Zwischen Vorfreude und Skepsis
Während Fans ihre Besuche akribisch planen – einige wollen fast täglich auf die Wiesn – sehen manche Anwohner das Großereignis auch kritisch. Für sie bedeutet das Fest Lärm, Verkehrschaos und Ausnahmezustand. Noch bleibt ihnen ein Monat relative Ruhe, bevor München erneut zwei Wochen lang zum Zentrum internationaler Aufmerksamkeit wird.

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