Der frühere US-Astronaut Jim Lovell ist im Alter von 97 Jahren gestorben. Wie die US-Raumfahrtbehörde Nasa mitteilte, verstarb er bereits am Donnerstag in seinem Zuhause im US-Bundesstaat Illinois.
Lovell wurde weltweit vor allem als Kommandant der Apollo-13-Mission bekannt. Im April 1970 sollte er mit seiner Crew auf dem Mond landen. Doch rund 56 Stunden nach dem Start kam es zu einem schweren technischen Defekt: Ein Sauerstofftank explodierte, wodurch das Raumschiff schwer beschädigt wurde.
Die geplante Mondlandung musste abgebrochen werden, und es begann ein dramatischer Kampf ums Überleben der drei Astronauten. Dank einer Kombination aus Improvisation, Teamarbeit und präziser Bodenunterstützung gelang es, die Crew nach vier Tagen sicher zur Erde zurückzubringen.
Die Ereignisse um Apollo 13 gingen als „Erfolgreiches Scheitern“ in die Raumfahrtgeschichte ein und wurden 1995 in dem Hollywoodfilm Apollo 13 verfilmt – mit Tom Hanks in der Rolle von Jim Lovell.
Lovell, der insgesamt vier Raumflüge absolvierte, gilt als einer der erfahrensten Astronauten seiner Generation. Seine Karriere und sein Einsatz im Weltraum machten ihn zu einer Legende der bemannten Raumfahrt.