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„Trump-Korridor“ als Kernstück von Friedensplan zwischen Armenien und Aserbaidschan

Kaufdex (CC0), Pixabay

Nach Jahrzehnten der Feindseligkeiten haben Armenien und Aserbaidschan am Freitag im Weißen Haus ein Friedensabkommen unterzeichnet. Vermittelt wurde die Vereinbarung von US-Präsident Donald Trump, der die Unterzeichnung als „historischen Durchbruch“ und sich selbst als „Friedenspräsident“ bezeichnete.

Ende eines jahrzehntelangen Konflikts

Das Abkommen sieht vor, dass beide Staaten:

  • alle Kämpfe dauerhaft beenden,

  • Handels-, Reise- und diplomatische Beziehungen wieder aufnehmen,

  • die Souveränität und territoriale Integrität des jeweils anderen anerkennen.

Der Konflikt zwischen Armenien und Aserbaidschan schwelt seit mehr als 35 Jahren – besonders um die Region Bergkarabach, aber auch um Fragen der Grenzziehung und Verkehrswege.

Der „Trump-Korridor“ als wirtschaftliches Herzstück

Zentraler Bestandteil der Vereinbarung ist ein neuer strategischer Transitkorridor durch den Südkaukasus, der offiziell „Trump-Route für internationalen Frieden und Wohlstand“ heißen soll.

  • Er soll Aserbaidschan mit seiner Exklave Nachitschewan verbinden, die durch einen 32 Kilometer breiten Landstreifen auf armenischem Territorium vom Kernland getrennt ist.

  • Aserbaidschan hatte lange auf eine unkontrollierte Landverbindung bestanden, während Armenien bisher jede Lösung ohne eigene Kontrolle ablehnte.

  • Mit der jetzigen Einigung erhält der Korridor exklusive Nutzungsrechte für die USA – ein in geopolitischer Hinsicht ungewöhnlicher Schritt.

Symbolträchtige Unterzeichnung in Washington

An der Seite von Aserbaidschans Präsident Ilham Alijew und Armeniens Ministerpräsident Nikol Paschinjan verkündete Trump: „Armenien und Aserbaidschan verpflichten sich, Frieden, Handel und gegenseitigen Respekt zur Grundlage ihrer Beziehungen zu machen.“ Die Zeremonie im Weißen Haus hatte er im Vorfeld als „Friedensgipfel“ angekündigt.

Offene Fragen und mögliche Spannungen

Beobachter sehen in dem Abkommen zwar eine Chance auf dauerhafte Stabilität in der Region, warnen jedoch, dass die Umsetzung – insbesondere die Kontrolle und Sicherheit des „Trump-Korridors“ – politisch und praktisch heikel bleiben könnte.

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