US-Präsident Donald Trump plant nach übereinstimmenden Medienberichten, das US-Militär im Kampf gegen internationale Drogenkartelle einzusetzen. Ziel seien vor allem kriminelle Organisationen aus Lateinamerika, die Washington bereits als „ausländische terroristische Organisationen“ eingestuft hat.
Geplante Maßnahmen
Wie die New York Times berichtete, habe Trump das US-Verteidigungsministerium angewiesen, militärische Optionen zu prüfen. Nach Informationen des Wall Street Journal werden dabei insbesondere der Einsatz von Spezialeinheiten und die Unterstützung durch Geheimdienste in Betracht gezogen. Alle möglichen Schritte sollen in enger Abstimmung mit den jeweiligen Partnerländern erfolgen.
Offizielle Stellungnahme steht aus
Das Weiße Haus hat die Medienberichte bislang nicht bestätigt. Vize-Pressesprecherin Anna Kelly erklärte jedoch, Trumps oberste Priorität sei „der Schutz des Heimatlandes“. Er habe deshalb den „mutigen Schritt“ unternommen, mehrere Kartelle und Banden auf die US-Terrorliste zu setzen.
Einstufung als „terroristische Organisation“
Bereits im Februar hatte das US-Außenministerium mehr als ein halbes Dutzend lateinamerikanische Drogenkartelle als „ausländische terroristische Organisationen“ eingestuft. Dazu gehören unter anderem:
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das Cartel de Sinaloa aus Mexiko,
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die in Venezuela entstandene Bande Tren de Aragua.
Mit der Einstufung gehen schwere wirtschaftliche Sanktionen gegen die Organisationen sowie gegen mit ihnen verbundene Personen und Einrichtungen einher.
Hintergrund: Kampf gegen Drogenhandel
Die US-Regierung wirft den Kartellen vor, für den massenhaften Schmuggel von Fentanyl, Kokain und anderen Drogen in die USA verantwortlich zu sein. Laut Sicherheitsbehörden tragen diese Substanzen erheblich zur anhaltenden Opioidkrise und zu steigenden Drogentoten in den Vereinigten Staaten bei.
Beobachter sehen die mögliche Einbindung des Militärs als Eskalation im Anti-Drogen-Kampf – und als politisch heiklen Schritt, der Spannungen mit betroffenen Staaten auslösen könnte.