Die Verbraucherzentrale schlägt Alarm: In mehreren Regionen häufen sich Fälle, in denen Verbraucher ohne ihr Wissen in neue Stromverträge gedrängt werden. Die Täter geben sich an der Haustür als vermeintliche Mitarbeiter von Energieversorgern aus – oft mit gefälschtem Ausweis, Logo-Kleidung und professionellem Auftreten.
Datenklau an der Tür mit schwerwiegenden Folgen
Ziel der Betrüger ist es, sensible Daten zu erlangen – etwa Zählernummern und Bankverbindungen. Unter dem Vorwand, den Stromzähler ablesen oder den Tarif „optimieren“ zu wollen, entlocken sie im Gespräch persönliche Informationen. Häufig wird am Ende eine Unterschrift gefordert – angeblich zur Bestätigung des Gesprächs. Tatsächlich handelt es sich jedoch oft um einen neuen Stromliefervertrag, der im Nachgang aktiv wird.
Verbraucherzentrale rät zur Wachsamkeit und gibt Tipps
Claudia Kreft von der Verbraucherzentrale Thüringen erklärt: „Die Täter wirken oft glaubwürdig und treten organisiert auf. Doch Verbraucher sollten niemals ungeprüft Angaben machen oder etwas unterschreiben.“ Wer sich unter Druck gesetzt fühlt, sollte das Gespräch sofort beenden und keine persönlichen Daten preisgeben.
Was tun, wenn bereits unterschrieben wurde?
Wer auf die Masche hereingefallen ist, hat in der Regel ein 14-tägiges Widerrufsrecht – da es sich um ein sogenanntes Haustürgeschäft handelt. Der Widerruf sollte schriftlich erfolgen, idealerweise per Einschreiben. Zudem empfiehlt die Verbraucherzentrale, sich umgehend beim bisherigen Energieanbieter zu melden und den Sachverhalt zu klären.
Fazit:
Ein Stromvertrag kann nicht einfach ohne Zustimmung abgeschlossen werden – doch genau das versuchen Kriminelle auszunutzen. Wichtig ist: keine Daten herausgeben, keine Unterschriften leisten – und bei Zweifeln direkt bei der Verbraucherzentrale oder dem Energieversorger nachfragen.