Auf einem Supermarkt-Parkplatz in Bremen ist es am Dienstag zu einem brutalen Vorfall gekommen: Eine 45-jährige Frau wurde von einem Autofahrer mehrfach angefahren, nachdem sie ihn wegen einer früheren Betrugstat wiedererkannt und mit ihrem Fahrzeug blockiert hatte. Der Mann, ein 55-Jähriger mit krimineller Vorgeschichte, wurde festgenommen und sitzt mittlerweile in Untersuchungshaft.
Frau stellt mutmaßlichen Betrüger – der eskaliert
Nach Angaben der Polizei erkannte die Frau den Mann als mutmaßlichen Betrüger wieder, dem sie offenbar bereits in einem anderen Zusammenhang begegnet war. Kurzerhand stellte sie sein Fahrzeug auf dem Parkplatz zu, um ihn an der Weiterfahrt zu hindern. Doch der 55-Jährige reagierte gewalttätig:
Er fuhr zunächst gegen das Auto der Frau. Als diese ausstieg und sich zwischen die Fahrzeuge stellte, fuhr er mehrfach direkt auf sie zu und verletzte sie dabei. Zeugen des Vorfalls riefen umgehend die Polizei.
Die Frau wurde mit Verletzungen ins Krankenhaus gebracht. Lebensgefahr besteht laut Polizei nicht.
Zwei offene Haftbefehle und weitere Delikte
Bei der Überprüfung des Täters stellten die Beamten fest, dass zwei offene Haftbefehle gegen ihn vorlagen. Zudem war sein Fahrzeug zur Fahndung ausgeschrieben, da es im Zusammenhang mit Unterschlagung stand. Der Mann verfügte außerdem über keinen gültigen Führerschein.
Die Polizei ermittelt nun unter anderem wegen:
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Gefährlicher Körperverletzung,
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Sachbeschädigung,
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Unterschlagung
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sowie des Fahrens ohne Fahrerlaubnis.
Der Mann wurde noch vor Ort festgenommen und in ein Gefängnis gebracht.
Polizei lobt couragiertes Eingreifen – warnt aber vor Selbstgefährdung
Obwohl die Frau durch ihr mutiges Handeln half, einen gesuchten Straftäter zu stellen, warnt die Polizei ausdrücklich davor, mutmaßliche Täter eigenmächtig zu stellen oder selbst einzugreifen, da dies in gefährlichen Situationen enden könne.
„Wir raten dringend dazu, in solchen Fällen umgehend die Polizei zu verständigen und Abstand zu halten“, so ein Sprecher.
Der Fall wirft auch Fragen zur Fahndungspraxis und Überwachung von Mehrfachkriminellen auf. Die Ermittlungen dauern an.