Die Deutsche Post DHL Group trotzt der schwachen Konjunktur, gestiegenen Löhnen und sinkenden Briefmengen – und legt im Kerngeschäft kräftig zu. Wie der Logistikkonzern mitteilte, konnte insbesondere im Paket- und Briefversand in Deutschland ein deutlicher Gewinnzuwachs verzeichnet werden.
Im zweiten Quartal stieg der operative Gewinn (EBIT) im Bereich „Post & Paket Deutschland“ im Vergleich zum Vorjahreszeitraum deutlich an. Für das gesamte erste Halbjahr 2025 meldet das Unternehmen ein Ergebnis von 447 Millionen Euro – das entspricht einem Plus von rund 38 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Paketgeschäft bleibt Wachstumstreiber
„Die positive Ergebnisentwicklung geht auf das Paketgeschäft, Preisanpassungen sowie strukturelle Kostenverbesserungen zurück“, heißt es in der Mitteilung des Unternehmens. Vor allem das stabile Online-Geschäft und eine gezielte Effizienzsteigerung in den operativen Abläufen hätten zur Ergebnisverbesserung beigetragen.
Briefmengen weiter rückläufig
Während das Paketvolumen weitgehend stabil blieb, setzte sich der Rückgang bei klassischen Briefsendungen fort – ein seit Jahren zu beobachtender Trend, der sich durch die fortschreitende Digitalisierung noch beschleunigt. Dennoch konnte der Konzern diesen Rückgang durch höhere Preise und interne Einsparungen mehr als kompensieren.
Herausforderung Tarifabschlüsse
Trotz gestiegener Personalkosten durch neue Tarifabschlüsse gelang es der Deutschen Post, ihre Profitabilität zu verbessern. Dies sei laut Unternehmensangaben auch auf langfristig angelegte Maßnahmen zur Kostendisziplin und Automatisierung zurückzuführen.
Ausblick bleibt vorsichtig optimistisch
Für das Gesamtjahr bleibt der Konzern angesichts der globalen wirtschaftlichen Unsicherheiten zwar vorsichtig, sieht sich aber auf Kurs. Insbesondere in der nationalen Logistik sieht die Deutsche Post weiterhin Wachstumspotenzial – trotz wachsendem Wettbewerb und strukturellem Wandel im Kommunikationsverhalten.