Ein verheerendes Erdbeben der Stärke 8,8 vor der Küste der russischen Halbinsel Kamtschatka hat am Montag eine Tsunamiwelle ausgelöst und in mehreren Ländern Verwüstungen hinterlassen. Das Beben gehört zu den stärksten jemals gemessenen.
In der russischen Stadt Severo-Kurilsk erreichten die Tsunamiwellen laut Behörden Höhen von bis zu vier Metern (13 Fuß). Drohnenaufnahmen zeigen teils überflutete Straßen, beschädigte Gebäude und ein Fischverarbeitungswerk unter Wasser. Auch ein Kindergarten wurde beschädigt, jedoch gab es keine Berichte über schwere Verletzungen, teilte das russische Katastrophenschutzministerium mit.
Auch Hawaii und US-Westküste betroffen
Tsunamiwellen erreichten in der Nacht auf Dienstag auch die Pazifikküste der USA, darunter Hawaii, Alaska, Kalifornien und Washington. In Crescent City, nahe der Grenze zwischen Kalifornien und Oregon, wurden Wellen mit einer Höhe von rund 1,1 Metern (3,6 Fuß) gemessen.
In Hawaii wurde eine zunächst ausgesprochene Evakuierungsanordnung inzwischen wieder aufgehoben, nachdem die Warnung zu einem Tsunami-Hinweis herabgestuft wurde.
Gefahren bestehen weiter
Obwohl vielerorts die Warnungen zurückgenommen wurden, warnt der US-Wetterdienst, dass in den nächsten Tagen starke Strömungen in Häfen, Buchten, Marinas und an Stränden auftreten können – insbesondere in den Aleuten (Alaska), wo Tsunamiwellen mit bis zu 2,7 Fuß (ca. 82 cm) registriert wurden.