Präsident Donald Trump hat in einem Gespräch mit Reportern an Bord der Air Force One behauptet, dass sein Zerwürfnis mit dem verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein auf dessen Abwerbung von Personal aus Trumps privatem Club Mar-a-Lago zurückgehe. Besonders brisant: Virginia Giuffre, eine zentrale Anklägerin in der Epstein-Affäre, soll laut Trump zuvor in seinem Spa-Bereich gearbeitet haben.
„Epstein hat Mitarbeiter gestohlen – aus meinem Spa. Darunter Virginia Giuffre,“ sagte Trump.
Giuffre hatte in mehreren Verfahren ausgesagt, sie sei als Teenager von Epstein sexuell missbraucht und an mächtige Männer „weitergereicht“ worden – unter anderem an Prinz Andrew, der die Vorwürfe bestreitet. Giuffre beging im April dieses Jahres Suizid.
Trump betonte, dass Giuffre nie Beschwerden über ihre Arbeit bei Mar-a-Lago geäußert habe. Auf die Frage, ob er bestätigen könne, dass junge Frauen betroffen waren, sagte Trump: „Die Antwort ist: Ja.“
Kontext und politische Brisanz
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Trump hatte Epstein in der Vergangenheit als „Creep“ bezeichnet, bestreitet aber bis heute jede Beteiligung oder Kenntnis von dessen Verbrechen.
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Giuffres namentliche Nennung durch den amtierenden Präsidenten ist außergewöhnlich – vor allem in Hinblick auf laufende Kongressanhörungen zur Epstein-Maxwell-Affäre.
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Ghislaine Maxwell, Epsteins langjährige Partnerin und Mittäterin, hat zuletzt ihre Bereitschaft erklärt, vor dem US-Kongress auszusagen, fordert dafür aber Immunität und Bedingungen wie eine vorab abgestimmte Fragensammlung.
Kritik und offene Fragen
Die Aussagen Trumps werfen neue Fragen auf:
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Wenn Giuffre tatsächlich aus Trumps Club „abgeworben“ wurde – in welchem Alter war sie damals, und welche Art von Kontrolle oder Schutz wurde ihr dort geboten?
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Was wusste Trump damals über Epsteins Personalrekrutierung?
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War Giuffre im Spa-Bereich lediglich angestellt – oder bereits Teil eines Rekrutierungsnetzwerks?