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Solide, aber unterdurchschnittlich: ACC Alpha select bleibt 2024/25 hinter den Erwartungen zurück

geralt (CC0), Pixabay

Anlegeranalyse zum Jahresbericht des Fonds ACC Alpha select (Stichtag: 31.03.2025)

1. Wertentwicklung & Vergleich
Der Fonds erzielte im Geschäftsjahr 2024/25 eine Performance von +4,01 % (nach BVI-Methode). Angesichts der positiven Entwicklung vieler US-Aktien – insbesondere der „Magnificent Seven“ – wirkt diese Rendite unterdurchschnittlich, insbesondere im Vergleich zu breiten Marktindizes. Auch das Fondsvolumen sank von 6,06 Mio. € auf 5,57 Mio. €, teils durch Mittelabflüsse (-679.578 € netto).

2. Anlagestrategie und Positionierung
ACC Alpha select verfolgt einen aktiven, benchmarkfreien Investmentansatz mit Fokus auf langfristiges Kapitalwachstum. Der Fonds kombiniert quantitative Bottom-Up-Analysen mit Top-Down-Makroeinschätzungen. Das Portfolio zeigt starke Diversifikation mit rund 78 % Aktienanteil, überwiegend aus Europa, Nordamerika und Japan.

Positiv ist die klare strategische Steuerung erkennbar – etwa durch taktische DAX-Absicherungen (Put-Optionen, Short-Futures), antizyklische Käufe (z. B. Fairfax, Franco-Nevada) und sektorale Umschichtungen (z. B. Reduktion Biotech, Ausbau Rohstoffe).

3. Risikomanagement
Der Bericht weist auf ein aktives Risikomanagement hin: Derivate wurden gezielt zur Marktabsicherung eingesetzt, Fremdwährungspositionen sind breit gestreut. Nachhaltigkeitsrisiken werden gemäß EU-Offenlegungsverordnung Art. 6 berücksichtigt, jedoch keine EU-Taxonomie-konforme Anlagestrategie verfolgt. Der Fonds berücksichtigt aktuell nicht die Principal Adverse Impacts (PAI).

4. Kennzahlen & Kosten

Gesamtkostenquote (TER): 1,83 % p.a. – für einen aktiven Fonds im Mittelfeld, aber in Relation zur Performance eher hoch.

Anteilwert per 31.03.2025: 36,33 € (Vorjahr: 34,93 €)

Keine Ausschüttung – alle Erträge wurden thesauriert.

Realisiertes Ergebnis: +65.534 €, davon +14.480 € aus Wertpapierverkäufen.

Transaktionskosten: 16.294 €, ebenfalls relativ hoch im Verhältnis zum Fondsvolumen.

5. Bewertung der Fondsführung
Das Fondsmanagement war an die Baader Bank AG ausgelagert. Die Strategie wirkte flexibel, aber oft reaktiv. Viele Käufe wurden kurze Zeit später wieder verkauft, was auf eine eher kurzfristige Opportunistik statt konsequentes „Buy & Hold“ hinweist. Zudem brachte die hohe Umschlagshäufigkeit zusätzliche Kosten.

6. Fazit für Anleger
Der ACC Alpha select blieb im schwierigen Marktumfeld stabil, konnte jedoch die Chancen vor allem der US-Märkte nicht voll ausschöpfen. Trotz aktiver Steuerung und ausgeprägter Diversifikation ist die Wertentwicklung hinter dem Markt zurückgeblieben – bei gleichzeitig vergleichsweise hohen Kosten.

Geeignet ist der Fonds nur für Anleger,

die einen benchmarkunabhängigen, flexibel gesteuerten Fonds mit aktivem Risikomanagement suchen,

bereit sind, moderate Renditen mit höherem Aufwand und schwankendem Investitionsgrad zu akzeptieren,

keinen Fokus auf ESG-Taxonomie oder Ausschüttungen legen.

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