Meta-CEO Mark Zuckerberg verfolgt ein ambitioniertes Ziel: Seine Firma soll als Erste künstliche Superintelligenz (ASI) entwickeln – eine KI, die den Menschen in jeder intellektuellen Disziplin übertrifft.
Um das zu erreichen, wirbt Meta derzeit Top-Talente der KI-Branche mit teils dreistelligen Millionenvergütungen ab – darunter Fachkräfte von OpenAI, Google, Apple und Anthropic. Der Konkurrenzkampf spitzt sich zu: OpenAI-Chef Sam Altman behauptete kürzlich, Meta habe Mitarbeitern 100-Millionen-Dollar-Boni geboten.
Superintelligenz-Labor unter neuer Führung
Meta hat ein eigenes „Superintelligence Labs“-Team gegründet. Angeführt wird es nun von:
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Alexandr Wang, Gründer von Scale AI (nach Metas $14,3 Mrd.-Investition),
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Nat Friedman, Ex-GitHub-CEO,
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Shengjia Zhao, Mitentwickler von ChatGPT, als neuer Chief Scientist.
Zuckerbergs Vision geht über Werbung und soziale Netzwerke hinaus: Er will, dass Meta eine grundlegende Plattform der nächsten Technologie-Ära kontrolliert – im Gegensatz zur Mobile-Ära, in der Apple und Google dominierten.
Milliardenschwere Wetten – aber unklare Geschäftsstrategie
Meta hat bereits Milliarden in Rechenzentren und KI-Chips investiert, doch direkte Einnahmequellen fehlen, da Meta – anders als Amazon oder Microsoft – kein Cloud-Geschäft besitzt. Analyst*innen stellen zunehmend die Frage, wie Superintelligenz Metas Kerngeschäft unterstützen soll.
„Meta investiert enorm, aber der strategische Nutzen ist bisher schwer greifbar“, sagt eMarketer-Analystin Minda Smiley.
Zuckerberg bleibt überzeugt – und die Börse bislang auch: Metas Aktie ist seit Jahresbeginn um rund 20 % gestiegen.
Zuckerbergs Vision: mehr als soziale Netzwerke
Zuckerbergs langfristige Hoffnung: Sollte Meta tatsächlich eine Superintelligenz entwickeln, könnte das Unternehmen weit über seine Social-Media-Ursprünge hinauswachsen – etwa mit KI-Anwendungen zur Bekämpfung von Krankheiten oder globalen Herausforderungen.
„Wenn er eine KI entwickelt, die Krebs heilt, muss er Facebook-Gruppen nicht mehr als Vermächtnis anführen“, meint Ex-OpenAI-Manager Zack Kass.